Sonntag, 19. Mai 2013

- 762 - Fragmente einer Pusteblume.

Für jeden von uns gibt es diesen einen Menschen der uns nicht mehr aus dem Kopf gehen möchte. Den wir eingeladen haben und der nun lachend im Sessel vor dem Kamin deiner Gedanken sitzt. Eine Person die dein Herz erwärmt obwohl sie nicht mehr tut als einfach nur zu existieren. Ja und es ist völlig egal wie weit ihr entfernt seid, jedenfalls ist es für dich egal, denn diese Person wohnt in deinem Herzen, tief drinnen eingehüllt und schläft nun dort. Bis dein weckender Herzschlag sie aus ihren Träumen holt und du innig hoffst, sie habe die ganze Nacht von dir geträumt.

Dieser eine Mensch wird vermutlich der Mensch sein, dem du deine ganze Liebe anvertrauen möchtest, denn wo könnte deine Liebe geborgener sein als dort? Du willst deine Hand auf die Brust dieser Person legen, den Herzschlag spüren und jeden Moment auf Synchronität hoffen, du willst mit dieser Person in Einklang treten, dich erfüllen lassen. Ja ergänzen bis du glaubst der Mensch zu sein, der du immer sein solltest. Und ebenso wird es dieser Person ergehen, du wirst deine Worte wie Samen in die Ohren pflanzen, bis sie im Herzen dieses Menschen zu großen Knospen wachsen.

Vielleicht entstehen sogar Pusteblumen die ihr euch gegenseitig vor eure Münder halten könnt. Die ihr einfach wegpustet, bis all eure Liebe in die Luft und in den Himmel getragen werden.

Und diese einfachen Fragmente einer Pusteblume in die Welt verstreuen und von der größten Liebe in dieser Welt berichten.

- 761 - Wie eine zweite Haut

Lass mich heute all meine Gedanken um mein Leben einsperren,
In eine Kiste möchte ich sie legen und versiegeln.
Versiegeln und vergessen,
Vergessen und vergehen.



Wie einen Faden möchte ich sie aufrollen,
Zurück zu all den anderen Gedanken legen.
Sie raus holen wenn ein Loch in der Erinnerung genäht werden muss,
Bis zu dem Moment, an dem ich sie nicht mehr brauche.



Gib mir die Chance dazu meine Gedanken beiseite zu legen,
Ich lege sie nur einmal kurz zusammen.
Falte sie,
Und verstaue sie in deinem Herzen.



Denn meine Gedanken sollen nicht mehr um mich kreisen,
Nie mehr sollen sie es tun.
Denn ab heute widme ich dir all mein Denken,
All mein Fühlen und all mein Sein.



Lass mich heute all meine Gedanken um mein Leben einsperren,
In eine Kiste möchte ich sie legen und versiegeln.
Bis ich dich entdecken kann,
Bis du es bist.



Doch möchte ich meine Gedanken um dich,
Gerade diese nicht nur hüten.
Ich möchte sie leben,
Leben und spüren.



Mit meinen anderen Gedanken habe ich Löcher geflickt,
Doch die Gedanken um dich sind ein Stoff.
Aus ihnen werden Kleidungen geschneidert,
Und ich trage deine Gedanken an meinem Leib.



Ohne sie würde ich mich nackt fühlen,
Unbehütet und ungeborgen.
Unwohl in der Haut in der ich sonst so steckte,
Denn scheinen diese Gedanken schon ein fester Teil von mir zu sein.



Und irgendwann wenn die Gedanken schmerzen,
Möchte ich die Kleidung niederlegen.
Verstauen und zu all den anderen Gedanken legen,
Wo sie warten und warten.



Doch wird es mir nicht gelingen,
Weil die Gedanken um dich nun an mir haften.
Ein Teil von mir sind,
Wie eine zweite Haut.



Ich mich erst einmal häuten müsste,
Unter Schmerzen windend, den Verstand verliere.
Bis ich begreife wie sehr ich dich zu einem Teil machten wollte,
Obwohl es nie gelingen könnte.



Denn in all der Zeit als ich dachte es wäre Symbiose,
War es doch stets nur Parasitismus.


[ Inspiration durch ein kleines Gespräch mit meiner Muse. // Denn manchmal schleichen sich Menschen in unser Leben, die uns die Welt bedeuten könnten, aber wir ihnen nicht einmal den Moment. Und ehe wir uns versehen, vergehen wir an der Hingabe an einen anderen Menschen, der uns niemals mit den Augen einer liebenden Person betrachten wird. ]

Freitag, 17. Mai 2013

- 760 - Ich gebe niemals auf

Kennt ihr diese Menschen, die sich ständig um das Wohl anderer kümmern, die immer wieder versuchen für andere stark zu sein und zu helfen wo es nur geht? So ein Mensch bin ich. In den letzten Tagen ist mir klar geworden dass ich nicht in der Lage bin die Träume anderer Menschen zerschmettern zu sehen. Ich bin nicht dazu bereit andere Menschen aufgeben zu lassen, auch wenn es nicht meine Entscheidung ist. Ich habe eigentlich nicht einmal das Recht mich in diese Angelegenheiten einzumischen aber ich will sie einfach nicht aufgeben sehen.

Wünsche und Träume sind eine wunderbare Sache oder etwa nicht? Wir können die Augen schließen und daran denken was doch alles sein könnte. Doch manchmal gelangen wir an einen Punkt, bei dem wir schmerzlich realisieren müssen wie fern sie doch von uns sind, nicht ganz so greifbar wie wir es uns immer gedacht haben. Wir fangen irgendwann einfach an zu stolpern, wir fallen hin und nach so vielen Malen ( auch wenn wir uns gesagt haben, es macht uns doch nichts aus ) fängt es an uns etwas auszumachen. Ich spreche eigentlich wirklich selten über meine Träume, vielleicht liegt es einfach daran dass mich nie jemand nach ihnen fragt.

Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass die Wünsche anderer Menschen in Erfüllung gehen. Ich möchte dabei zugucken wie sie aufsteigen und zu Sternen werden. Möchte ihr leuchten betrachten und mich in diesem Licht vergessen. Glück, ich möchte Menschen glücklich sehen. Deshalb musiziere ich zum Beispiel sehr gerne. Ich weiß ich bin nicht der beste Musiker dieser Welt, ich werde es vermutlich niemals sein. Damit kann ich leben. Auch wenn ich öfters von meiner Musik enttäuscht bin, sie als langweilig empfinde und mich deswegen schlecht fühle.

Aber sobald ein anderer Mensch meine Musik hört, dann müssen sie schmunzeln, sie lächeln für mich und sind glücklich. Es ist so ein großes Lob für mich wenn ich andere Menschen mit meiner Musik glücklich machen kann, wenn es ihnen gefällt und sie sich einige Minuten darin verlieren können. Genau so geht es mir auch bei meinen Gedichten. Ich schreibe um andere Menschen glücklich zu machen, ich versuche stets etwas Schönes mit meinen Worten einzufangen, meine Gedanken wiederzugeben.

Ich weiß mein Wunsch ist etwas sehr sehr kompliziertes, etwas was kaum in meiner Hand liegt, dennoch möchte ich an andere Menschen und ihre Träume und Ziele glauben. Es mag vermutlich verdammt naiv sein, naiv und träumerisch, denn irgendwann müssen wir unsere Träume mit der Realität in eine Waagschale legen und abwiegen was es für unser Leben bedeutet. Auf unseren Schultern liegt so viel Verantwortung, gehen wir unseren Träumen nach und vernachlässigen andere Dinge oder gehen wir den anderen Dingen nach und vernachlässigen unsere Träume. Es ist eine schwere Entscheidung, deshalb muss dies jeder für sich selbst entscheiden. Doch ich selbst ( unabhängig von diesen einen Wunsch ) möchte meine Träume und Ziele nicht aufgeben, ich werde stets ein Naivling und Träumer sein. Denn ich würde es mein ganzes Leben lang bereuen, wenn ich nicht wirklich 100% dafür gegeben hätte, wenn ich nicht alles in meiner Macht liegende getan hätte um diese Träume zu erreichen und in die Realität zu wandeln.

Und selbst wenn ich daran scheitere, mich dieser Traum zerdrückt als würde ich vom Universum erdrückt werden, ich werde niemals von meinen Träumen und Zielen ablassen.

Mittwoch, 15. Mai 2013

- 759 - Jedes Mal wenn ich an dich denke

Jedes Mal wenn ich an dich denke,
Wird mir ganz warm in meiner Brust.
Ich beginne zu lächeln,
Ich beginne zu atmen.



Denn jedes Mal wenn ich an dich denke,
Bin ich glücklich und zufrieden.
An manchen Tagen bin ich traurig,
Weil du mir fehlst.



Doch jedes Mal wenn ich an dich denke,
Möchte ich einfach nur bei dir sein.
Deiner Stimme lauschen,
Und dir in deine Augen schauen.



Denn jedes Mal wenn ich an dich denke,
Da vergesse ich die Welt um mich herum.
Du hast die schönsten Augen die ich kenne,
Du bist ein Mensch der mir viel bedeutet.



Jedes Mal wenn ich an dich denke,
Überrascht du mich auf ein Neues.
Mein Herz schlägt so schnell,
Mein Herz freut sich wegen dir.



Jedes Mal wenn ich an dich denke,
Noch bevor ich schlafen gehe.
Führt zu einem Traum,
Der von dir handelt.



Einfach jedes Mal wenn ich an dich denke,
Muss ich schmunzeln.
Denn du hast dich in mein Herz geschlichen,
Wo ich deinen Namen eingraviert habe.



Ja jedes Mal wenn ich an dich denke,
Möchte ich nie mehr damit aufhören.
Ich möchte weiter an dich denken,
Ich möchte mehr von dir erfahren.



Jedes Mal wenn ich an dich denke,
Was so ziemlich jeden Tag.
Zu jeder Stunde passieren scheint,
Möchte ich dir davon erzählen.



Weil einfach jedes Mal wenn ich an dich denke,
Mein Herz explodieren könnte.
Es könnte aufhören zu schlagen,
Nur um von dir erweckt zu werden.



Es gibt so viele Male in denen ich an dich denke,
In denen ich mich nach dir sehne und dich begehre.
Und auch wenn du es mir nicht zeigst,
Ja mir zeigst das du mich brauchst.



So möchte ich dir die Zeit geben es zu lernen.

Einen Moment an mich zu denken,
Und zu wissen das ich dich liebe.

Dienstag, 14. Mai 2013

- 758 - Ich möchte...

Ich möchte mich schwerelos fühlen,
Auf einer Brücke stehen und mich einmal fallen lassen.
Einmal mit dem Wind treiben und mich wie eine Feder drehen,
Nur einmal auf der Erde landen und mich noch einmal in die Luft erheben.


Ich möchte einmal vor dir sein,
Mich drehen und wenden bis du mir folgst.
Nur einmal mit dir im Wind tanzen,
Einmal die Führung übernehmen.


Ich möchte den Himmel küssen,
Nur einmal die Sterne streicheln.
Einmal den Mond begegnen,
Und nur einmal in die Augen der Sonne blicken.


Ich möchte mich schwerelos fühlen,
Auf den Dächern der Stadt stehen und einmal springen.
Der Erde entgegenblicken und in ihr Herz treten,
Einmal zurückkehren und atmen.


Ich möchte einmal Inspiration sein,
Einmal zum Vogel werden.
Fliegen und einmal neue Welten entdecken,
Einmal zu einer neuen Welt werden


Ich möchte einmal ins Meer eintauchen,
Ein einziges Mal meine Lungen mit Wasser füllen.
Einmal der Tropfen sein,
Und einmal zur Welle werden


Ich möchte am Horizont erscheinen,
Nur einmal wie eine Sternschnuppe stürzen.
Einmal der Grund eines Wunsches sein,
Einmal ein Wunsch sein.


Ich möchte die Welt in meinen Händen halten,
Einmal dem Herzschlag ihrer Brust lauschen.
Mit meinem Lippen nur einmal ihren nah sein,
Und einmal entdecken dass ich ihre Welt sehen will.


Ich möchte springen, stürzen und fallen,
Ich will einmal landen.
Nicht auf der Erde, im Gras oder den Straßen,
Nur einmal will ich in deinen Gedanken landen.
 


Ich möchte für immer in dein Herz gehören.

[Wenn du es wüsstest]

- 757 - Verewigen ( Haiku )

Wenn du mich bewegst,
Dann verewige ich dich,
In meinem Herzen.

- 850 - (K)eine Lust

Die ewige Leier, es dreht sich im Kreis. Alpha und Omega, der Anfang und das Ende. Könnte gähnen, so ermüdend ist dieses Thema für mich. Las...