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Mittwoch, 30. Oktober 2013

- 822 - Strömung

Über uns eine Wand aus grau,
Unter uns ein Meer aus Spiegeln.
Die Welt geht unter,
Es stürmt, es regnet.


Bilder waschen fort,
Aus alten Gedanken.
Als wir in Farben dachten,
In Farben lebten.


Doch wir versinken im Fluss,
Werden mitgerissen.
Wir sind zu schwach,
Zu schwach für die Strömung.


Graue Fluten,
Wir gehen unter.
Wir sind allein,
Wir sind allein.


Doch die Strömung ist zu stark,
Reißt uns mit, reißt uns umher.
Bis wir versinken und versagen,
Untergehen und ertrinken.


Über uns eine Wand aus grau,
Unter uns ein Meer aus Spiegeln.
Wir betrachten uns selbst,
Und alles um uns herum.


Wir sind die Farbe,
Die langsam verbleicht.
Weil die Strömung alles von uns wäscht,
Bis nichts mehr bleibt.


Außer grau.

Donnerstag, 19. September 2013

- 813 - Gedankenarchiv

Es mögen Tage wie diese sein,
In denen wir den größten Wert dieser Welt tragen möchten.
In denen wir das Gewicht auf unseren Schulter spüren,
Und einmal wieder Menschlichkeit erleben wollen.


Vielleicht erkennen wir es irgendwann,
Zwischen dem Staub unserer Gedanken.
Weil wir die Dinge viel zu schnell erleben und verarbeiten,
Als wären wir Maschinen die funktionieren.


Doch wohin bringt uns dies,
Was lässt uns so anders sein.
Wenn wir doch genau das tun,
Was sie von uns verlangen.


Funktionieren...
Funktionieren!
Das Wort einer Welt,
Der Name einer Generation.


Wir archivieren erlebtes so schnell wir können,
Verarbeiten und verarbeiten was wir gerade fühlen.
Denn viel zu schnell schießen neue Gedanken durch unsere Köpfe,
Viel zu wenig Zeit bleibt für das was gerade kam.


Und wir funktionieren,
Funktionieren in einer Welt wo uns nichts anderes bleibt.
Wo Gedanken archiviert werden,
Verstauben und vergehen.


Da sie an jeglichen Werten verlieren,
Weil uns nichts mehr an ihnen bindet, nichts mehr an ihnen kettet.
Wir sind kalt, kalt wie Stahl,
Als wären wir nur noch Maschinen.


Wir funktionieren,
Funktionieren!
Wir füllen unsere Gedankenarchive,
Gedanke um Gedanke.


Aber Hauptsache eines,
Funktionieren.


Funktionieren im Namen einer ganzen Generation.

Dienstag, 3. September 2013

- 811 - Rauch

Langsam schleicht die Wärme,
Schmiegt sich an mich, küsst mich, umgibt mich.
Haucht mir Worte in mein Ohr, es brennt,
Es brennt..


Wie eine Kerze willst du sein,
Dahinschmelzen und vergehen.
Das Feuer der Leidenschaft in dir spüren,
Wie heißer Wachs meinen Sinnen hinablaufen.


Doch das bist du nicht,
Du bist es nicht.


Du möchtest wie das Feuer sein,
Die Dinge in dir aufgehen sehen.
Mich wärmen,
Geborgenheit sein.


Doch wie könntest du?
Wie könntest du?


Du möchtest wie das Wachs sein,
Dich verändern.
Neue Formen annehmen,
Zerfließen in all der Hitze.


Doch wann solltest du?
Wann solltest du?


Du möchtest etwas sein was du nicht bist,
Willst mir imponieren, mich bezirzen.
Dabei weißt du nicht einmal wer du wirklich bist,
Was du die ganze Zeit warst.


Du benebelst meinen Geist,
Raubst mir meine Sinne.
Nimmst mir all meinen Atem,
Ich drohe zu ersticken.


Ja ich, ich weiß wer du bist,
Was du bist und was du immer sein wirst.
Du bist das was kommt,
Wenn die Kerze ihr Ende findet.


Du bist  der Rauch einer erloschenen Kerze.

- 810 - Geister

Kalte Straßen sind die Wege,
Die wir einstig und heute gingen.
Kaputte Fassaden alles was wir sehen,
Ihr kaputter Grund alles was wir sind.


Wandeln ziellos umher,
Aneinander vorbei.
Miteinander,
Völlig alleine.


Als wären wir Geister,
Kaum mehr existent.
Nicht sichtbar für unser gegenüber,
Sichtbar für niemanden.


Schreiten durch die Welt,
Als wären wir nicht einmal Teil ihrer.
Und die Welt, ja die Welt,
Nicht Teil unser.


Wir sind wie Geister,
In diesen vollen und dennoch leeren Straßen.
Als gäbe es keinen Puls zwischen diesen Leibern,
Als gäbe es einfach keinen Puls.


Und es macht keinen Unterschied,
Egal was wir tun oder was wir machen.
Sie werden uns nicht sehen,
Nein, wir, ja wir werden sie nicht sehen.


Denn alles was wir sind?
Geister.

- 850 - (K)eine Lust

Die ewige Leier, es dreht sich im Kreis. Alpha und Omega, der Anfang und das Ende. Könnte gähnen, so ermüdend ist dieses Thema für mich. Las...