Samstag, 15. September 2012

- 445 - Wenn das Herz in deine Hände fällt

Wohin nur mit dem schlagenden Teil aus meiner Brust,
Schon viel zu lange hast du dich gelöst.
Zu meinen Händen legst du dich,
Doch sind es nicht meine die du suchst.


Nicht rausgerissen oder geschnitten,
Nicht gefallen und nicht gepflückt.
Das Herz aus meiner Brust,
Welches mir zu meinen Händen liegt.


Wie weit kann es denn noch sein,
Der Weg der vor dir liegt.
Um in die Hände der Person zu gelangen,
Die du wahrlich begehrst.


Wenn dein Herz auf der Strecke liegen bleibt,
Du die Augen schließt und einfach hoffst.
Hoffnung trägst wo einstig dein Herzlein schlug,
Mitten in deiner Brust.


Doch hör nicht auf zu schlagen,
Mein Herz zu meinen Händen.
Weiter immer weiter, denn dein Ende ist nicht nah,
Dein Ziel ist noch so fern.


Zu meinen Händen liegst du,
Doch hinterließt du kein klaffendes Loch in meiner Brust.
Gefüllt mit der Hoffnung das du dein Ziel erreichst,
Dein Ende finden magst.


Doch oh du mein Herz aus meiner Brust,
Wie lang soll ich dich noch tragen.
Immer schwerer und schwerer wird mein Herz,
Und die Kraft schwindet aus meinen Armen.


Und wenn mich meine Beine nicht mehr tragen können,
Ohne Kraft und ohne Lust.
Ich zu fallen drohe und meine Finger dich nicht länger umschließen,
Wohin? Wohin frage ich wirst du fallen.


Aus meiner Brust in meine Hände,
Aus meinen Händen in die Luft.
Und ich rege mich nicht,
Denn die Zeit vergeht nicht mehr.


Halte ich meinen Atem an,
Vor dem was nun passiert.
Und das Herz aus meiner Brust,
Die Zeit in meiner Hand.


Fällt direkt in deine Hände,
Ja mein Herz, welches in deine Hände fiel.

Donnerstag, 13. September 2012

- 444 - Die Seifenblase

Und unsere Träume treiben uns wie Seifenblasen immer höher und höher,
Hoch hinauf in die Freiheit.
Wo nur das Singen der Vögel erklingt,
Und ihre Schwingen herrschen.


Wir gehören zum Leben wie diese Seifenblasen,
Vergänglich mit der Zeit.
Doch was bedeutet Zeit in dieser Welt,
In der wir vergehen wie Seifenblasen?


Wenn wir jederzeit zerplatzen könnten,
Raus, weg, fort aus diesem Leben.
Entfernt als würde es uns nicht geben,
Wie Seifenblasen die zerplatzen.


Wo gehören wir da noch hin,
Immer höher und höher.
Wie weit wollen wir denn noch gehen,
Wohin führt uns dieser endlose Weg.


Wenn wir keine Decke über uns haben,
Gibt es dann eine Grenze? Eine Haltestation.
Werden unsere Träume maßlos wachsen?
Bis wir sie nicht mehr erreichen.


Oder hat selbst das Grenzenlose seine Grenzen,
Ein Ende wo es kein Ende geben soll.
Eine Möglichkeit in der Unmöglichkeit,
Und die Seifenblase steigt weiter an.


Wir träumen vor uns hin,
Ohne Bedenken, ohne die Angst vor Verlust.
Was kann uns schon passieren,
Unsere Träume sind wie Blasen, die Flügel die uns tragen.


Wie weit wir steigen bestimmen wir,
Und ebenso wie weit wir fallen.
Keine Bedenken, keine Grenze,
Immer weiter und weiter.


Wie eine Seifenblase,
Sie steigt nach oben.
Die Oberfläche bebt und wellt sich,
Sie spannt sich an und dann..


Die Seifenblase steigt,
Steigt hoch und höher.
Immer höher bis ganz nach oben,
Bis oben wo wir sie nicht ergreifen können.


Die Seifenblase,
Die im Winde weht.
Sich dreht und wendet,
Wendet und dreht.


Sie wackelt sie wellt sich,
Die Oberfläche spannt sich.
Immer höher und höher,
Ein kurzer Atemzug und dann..


Die Seifenblase.

Sonntag, 9. September 2012

- 443 - Frei wie der Wind

Keine Ketten und keine Hände,
Nichts hält uns mehr zurück.
Wir leben so wie der Wind,
Keinen Moment zu zögern, nie wissend wo wir enden.


Ein Abenteuer welches auf uns wartet,
Eines endet, das andere beginnt.
Niemals machen wir halt vor dem was vor uns liegt,
Immer einen Schritt mehr als wir brauchen.


Wir atmen die frische Luft eines neuen Morgens ein,
Blicken über die Felder über die der Wind bläst.
Wir treiben mit ihm als wären wir der Wind,
Wir sind, frei wie der Wind.


Ein Leben welches so endlos viele Geheimnisse für uns offen hält,
Ein Abenteuer welches wir ergründen müssen.
Keine Kette, keine Hand, nichts wirklich nichts kann uns halten,
Von der Wahrheit sie zu entdecken und zu treiben, wie der Wind.


Das Herz am rechten Fleck,
Die Karte im Gepäck.
Einer Melodie auf der Zunge,
Und die frische Luft in unseren Lungen.


Bis wir am Ende der Welt stehen,
Noch einmal zurückblicken was hinter uns lag.
All die Geschichten, Tage und Wochen die vergingen,
Und auf uns die Sonne wartet, am Ende der Welt.


Am Ende alles Bekannten,
Dem Anfang alles Neuen.
Treiben wir immer weiter,
Nichts das uns hält, denn wir sind frei.


Wir sind der Wind der über die Felder bläst,
Über die Meere weht.
Wir bewegen die Natur,
Weil uns die Natur bewegt.


Wir sind frei, frei von allen Ketten,
Keine Hand die uns hält.
Keinen Schritt zurück, nur Schritte vor,
Denn wir sind frei.


Frei wie der Wind.

Dienstag, 4. September 2012

- 442 - Eingesperrt

Kennt ihr diese unangenehme Stille in eurer Wohnung oder eurem Zimmer?
Ihr blickt euch um und alles was ihr vielleicht hört ist das leise langsame Ticken eurer Uhr.
Die Fenster sind zu, kein Licht scheint rein und ihr sitzt im Dunkeln,
Nachdenklich, teilweise geborgen und doch so verloren.


Verloren obwohl ihr euch so nicht fühlen solltet,
Obwohl es keinen Grund dafür gibt, oder doch?
Ihr fang euch an zu fragen was nicht stimmt,
Ob etwas nicht stimmen könntet und ihr sucht einen Grund dafür.


Unerklärlich, unergründlich, und leise tickt die Uhr in eurem Zimmer,
Ganz alleine, nur die Gedanken und du.
Niemand der dich hört wenn du rufst,
Niemand der dich sieht wenn du gesehen werden willst.


Du gehst auf und ab, ab und auf,
Hoch und runter, runter und hoch.
Immer und immer wieder ohne Sinn und ohne Verstand,
Denn weder Verstand noch Sinn sind dir eine Hilfe.


Und du versucht dir einzureden nicht zu weinen,
Halte deine Tränen zurück.
Zurück von dem was dich so schwächt,
Von dem was dich so schmerzt.


Nichts wird mehr so sein wie es einmal war,
Und ihr sitzt dann einfach in eurem Zimmer,
Still und stumm, still und stumm..
Kein Wort wird verloren.


Und das obwohl ihr euch so endlos verloren fühlt,
Verloren wo man sich nicht verloren fühlen kann.
Mitten in dem dunklen Zimmer wo kein Licht hineinscheint,
Denn deine Fenster sind versperrt, die Kerzen sind längst ausgebrannt.


Du könntest den Schritt in Richtung Freiheit tun,
Du könntest das Zimmer einfach verlassen und gehen.
Wo man dich sieht,
Wo man dich hört.


Doch mit der Zeit die du da saßt,
Eingesperrt in diesem Zimmer, wo nur die Uhr noch tickt.
Da bemerkst du was dir fehlt,
Du rüttelst an der Tür, du versuchst sie zu öffnen.


Sie ist verschlossen, und der Schlüssel ist fort,
Verschwunden, verloren.
Verloren was nicht verloren gehen sollte,
Und doch tat es dies.


Du schreist und hämmerst gegen die Tür,
Immer und immer wieder.
Du schlägst und schlägst,
Endlich weißt du was dir fehlt.


Langsam sackst du zusammen,
Mit dem Rücken gegen die Tür gelehnt.
Die Uhr tickt und tickt und tickt,
Das einzige Geräusch in der dunklen Leere.


Und was dir fehlt, was dir so lange schon fehlt,
Was dir nicht auffiel bis zu jener Stunde.
Als du an die Tür hämmertest und schlugst,
Dir fehlt der Schlag deines Herzens.


Dein Herzschlag.

Montag, 3. September 2012

- 441 - Der Blick auf eine andere Welt


[ Erst einmal ein ganz großen Dank an Chiara für die tollen Bilder die sie macht, danke für die Erlaubnis deine Bilder als Vorlage meiner Gedichte zu nehmen. Falls ihr euch für ihre Bilder interessieren solltet die ich euch wirklich sehr ans Herz legen kann, dann besucht ihren Blog doch mal: http://chiara-manon.blogspot.de/ ]




Eine Welt die vor ihrem Ende steht, eine Welt die ihren ersten Atemzug tat,
Ein Himmel der sich in unser Gedächtnis glüht, und langsam im Wind verweht.
Die See die auf uns wartet,
Und am Horizont die unbekannten Weiten.


Durch die Wolken strahlen letzte Sonnenstrahlen,
Gedämpftes Licht welches im Wasser spiegelt.
Seichte Wellen die gegen unsere Füße schlagen,
Als wir dort stehen und dem Ende lauschen.


Mich umspielt die Wärme des Tages,
Ein Lächeln mein Gesicht.
Zufrieden blicke ich der Glut im Himmel nach,
Während am Horizont etwas wartet.


Auf der anderen Seite, einer anderen Welt,
Einer anderen Welt, einer anderen Seite.
Dort wartest du auf mich, wo bei dir die Sonne untergeht,
Da geht bei mir die Sonne auf.


Während über mir die Glut den Himmel in Brand versetzt,
Dort steht etwas über dir aus der Asche auf.
Und als ich hier im Wasser stehe, die kühle meine Füße streichelt,
Dort lausche ich dem Wind der deine Stimme trägt, fern aus einer anderen Welt.


Und ich rufe dir entgegen, dem Sonnenuntergang der sich wiederspiegelt,
Dir dort in deiner so fremden Welt.
Warte auf mich ich werde kommen,
Näher, um dir näher zu sein.


Unter mir wo sich der Himmel spiegelt,
Gleitet mein Körper durch das Kühle.
Und über mir wo der Himmel sich auflöst,
Wo die Wolken brechen und das letzte Licht durchscheint.


Dort fährt ein Lichtstrahl, ja der einzige der noch übrig ist, 
Zu dir auf deine Seite, deine unbekannte Seite der Welt.
Einer völlig fremden Welt,
Die ich so sehr suche.


Und ich schwimme und schwimme durch das Wasser,
Mein Körper taucht ein und taucht wieder auf.
Dieselbe Luft die auch du atmest, füllt nun meine Lunge,
Die Luft einer anderen Welt, auf einer anderen Seite.


Nun steh ich hier am Steg, völlig Nass sind all meine Sachen,
Mein ganzer Leib dem die Wärme liebkost.
Öffne meine Augen und meinen Blick,
Für einen Ausblick der nur dir gegönnt.


Auf eine völlig fremde Welt, die einst meine war,
Eine Welt mir so bekannt.
Und du greifst meine Hand, die Hand eines unbekannten,
Um dir gemeinsam mit mir…


Den Sonnenuntergang einer fremden Welt,
Anzuschauen.

- 850 - (K)eine Lust

Die ewige Leier, es dreht sich im Kreis. Alpha und Omega, der Anfang und das Ende. Könnte gähnen, so ermüdend ist dieses Thema für mich. Las...