Mittwoch, 10. April 2013

- 721 - Hauptsache

Wir stellen uns in dieses Leben,
So wage und wankend.
Wie ein kleines Kind an seinen frühsten Tagen,
Als es lernt seine ersten Schritte zu gehen.


Polternd fallen wir nieder,
Auf unsere Knie und unsere Hände.

Stützen uns ab und richten uns auf,
Weil wir energisch sind, nicht aufgeben können.


Die Welt betrachtet uns mit den Augen,
Ja den Augen sorgsamer Eltern.
Wir stürzen, wir fallen, sie wollen uns helfen,
Besorgt blicken sie auf uns nieder.


Doch alles was wir tun, ist lachen,
Ja, wir lachen als gäbe es keinen Morgen.
Wir richten uns auf und tun einen Schritt,
Fuß für Fuß nähern wir uns einer neuen Ebene an.


Und langsam entgleiten wir den schützenden Händen unserer Eltern,
Sie blicken uns nach, voller Sorge in ihren Augen.
Doch wankend bewegen wir uns fort und...
Wir lachen und Grinsen der Sonne entgegen.


Irgendwann entfernen wir uns den sorgsamen Blicken der Welt,
Lernen zu stehen und zu gehen.
Aus dem wankenden kleinen Kind,
Wurde ein standhafter Mensch.


Und wir lernen mit jedem Fall und jedem Sturz umzugehen,
Weder grämen wir uns noch weinen wir.
Denn wir stehen auf und haben eine Sache gelernt,
Die Hauptsache für all unser Tun und Machen.


Solange wir Spaß haben,
Scheint nichts verkehrt zu sein.


[ Etwas wozu mich meine Muse inspiriert hat, ich denke wir sollten niemals, wirklich niemals vergessen weshalb wir unseren Hobbys und unseren Genüssen nachgehen. Wir sollten uns keinem eigenen Druck aussetzen um irgendwas zu erzwingen. Ebenfalls sollten wir uns keine Gedanken darüber machen was andere 'qualifiziertere' Menschen darüber denken könnten. Solange wir Spaß an unserem Hobby haben und solange wir dadurch lächeln können, wird niemals etwas daran verkehrt sein. Hauptsache wir haben Spaß an den Dingen die wir tun. ]

- 720 - Das Ticken der Zeiger


Leise tickt und schlägt es,
Es schlägt und klingt in meinen Ohren.
Denn nur mit meinen Ohren kann ich hören,
Wohin diese Geräusche gehören.


Langsam schlagen Zeiger,
Die uns die Uhrzeit zeigen.
Welche Uhrzeit es so früh schon schlägt,
Und schlagend bewegt sich unser Herz.


Herzschläge schlagen schlagend,
Das Leben welches sie tragen.
Und wir ertragen ein Leben lang,
Das Klicken und Ticken jener Uhren.


Denn die Uhren ticken und klicken,
Tick Tack macht die Uhr gehörig.
Damit wir ja das Klicken hören, 
Um nichts im Leben zu verpassen.


Doch wir passen die Zeit weiter,
Immer weiter und weiter, fort von uns.
Weggeschoben, verrückt und getauscht,
Tauscht jede Sekunde der Zeiger seinen Platz.


Und leise klickt und klackt die Uhr,
Wo der ruhelose Zeiger seinen Platz noch nicht gefunden hat.
Sich jede Sekunde bewegt und reist, nicht inne hält,
Weil den Zeiger nichts mehr hält.


Die Zeit selbst rennt durch seine Finger,
Als wäre sie Sand zwischen unseren Händen.
In einem Stundenglas eingelassen,
Gefangen, eingekerkert alleine gelassen.


Doch die Uhr tickt und tickt,
Sie schlägt und schlägt.
Schlagend jede Sekunde weiter,
Doch der Zeiger wird niemals zu Lebzeiten erleben.


Zu welcher Zeit er stehen bleibt,
Und für alle Moment innehält.

- 719 - Geräusche einer Uhr ( Haiku )

Leise schlägt es,
Langsam schlagende Zeiger.
Geräusch einer Uhr.

- 718 - Was bedeutet Zeit? ( Tanka )

Was bedeutet Zeit?
Wenn wir in den Tag leben.
Und nie mehr schlafen.


Wird es ein morgen geben?
In einer Welt ohne Zeit.

- 717 - Spürbar nah [ Elfchen ]

Zeit,
Liegt sanft,
In meinen Händen.
Spürbar nah, das Ticken.


Taschenuhr.

- 716 - Geschworener Feind!

Ich wollte es eigentlich niemals tun aber ich glaube ich habe eine ganz ganz große Menge an Inspiration entdecken können. Es ist ein wenig wie mit Twitter, ich habe immer gedacht: "Ach was, sowas brauchst du nicht, Twitter? Pöh unnötig." Heute liebe ich Twitter weil es einfach so unsagbar viel Inspiration dort zu erhaschen gibt. Es gibt so arg viele tolle Menschen mit so schönen Worten die nur darauf warten entdeckt und gelesen zu werden.

Wovon ich diesmal spreche? Es geht um Tumblr. Ja ich war ein geschworener Feind von Tumblr aber ich habe die Vorzüge für mich entdecken können. Vor einigen Tagen dachte ich mir: "Hey, mach doch mal, du machst es einfach für dich um ein bisschen Inspiration zu sammeln." Es funktioniert, ich habe sehr viele schöne Dinge dort für mich entdecken können und möchte es jetzt mit euch teilen.

Gedankenträger

Es dient mir als Inspirationsquelle und ich werde vermutlich jetzt alle paar Tage mal wieder nach neuer Inspiration suchen. Ich hoffe es werden viele neue Texte durch die neu gewonnene Inspiration entstehen. Lasst euch gerne mit mir überraschen.

Euer Gedankenträger

Dienstag, 9. April 2013

- 715 - Flüster Kuss

In dunklen Räumen, ganz ohne Licht,
Wo ein Ton schon die Ruhe bricht.
Haben wir meistens nicht viel zu sagen,
Kein Antworten auf keine Frage.


Doch wo sanft ein Hauch meine Wange streicht,
Wo dein Atemzug mir als dein sprechen reicht.
Weil ich weiß du möchtest mit mir sprechen,
Um mir etwas zu sagen, um die Ruhe zu brechen.



Wir kommen uns nah im kalten Raum,
Sehen uns nicht und hören uns kaum.
Weil weder Wort noch Ton unsere Lippen verlassen,
Wir nicht mehr sprechen uns beinahe verpassen.



Doch wir umrunden einander durch langsame Schritte,
Keiner wagt es, keiner geht in die Mitte.
Wir gehen im Kreis ohne den anderen zu finden,
So endlos verborgen, um zu verschwinden.



Doch der Atem holt uns immer wieder,
Keine Melodie, doch eins der schönsten Lieder.
Wir kommen uns näher umkreisen einander,
Während ich durch die Stille wander.



Da bleibst du stehen und hältst inne,
Ich gehe weiter und ohne Sinne.
Stoße ich an deinen Leib, ich hab dich endlich gefunden,
Und gemeinsam haben wir niemals mehr empfunden.



Unsere Hände fahren ineinander,
Der kalte Raum gibt uns ein miteinander.
Langsam wandern meine Lippen, fast als wären sie verloren,
Sie halten nicht vor deinen Lippen an, sondern vor deinen Ohren.



Und ich flüstere dir sanft,
Einen flüster Kuss hinein.

Montag, 8. April 2013

- 714 - Eindrücke der Nacht

Der Geruch von Buchseiten - das Geräusch vom Umblättern - schwaches Licht - Bahngeräusche - starke Winde - bewegende Wolken - Gänsehaut - kalte Haut - frieren - Müdigkeit - Kirschgeschmack - Herzschlag - Aufgeregtheit - leuchtender Bildschirm - kleine Buchstaben - Kaffetassen - warme Gedanken - einsame Gedanken - Eifersucht - erneute Bahngeräusche - der Drang nach Freiheit - das Gefühl der Gefangenschaft - gefangene Gedanken - unausgesprochene Worte - zuklappende Augen - gähnen - einsam -

- 713 - Traum zur Realität

In der letzten Zeit verspürte ich immer wieder die Lust etwas schreiben zu wollen, ich habe immer wieder angefangen etwas zu schreiben und immer wieder jeglichen Gedanken niedergeworfen. Wieso? Für mich sollte das Schreiben nie großen Zwang mit sich bringen, natürlich habe ich ein ganzes Jahr lang versucht ein Pensum von 40 Gedichten pro Monate einzuhalten aber irgendwo macht es doch kaputt. Es zerrt an meiner Lust und mir fehlt die nötige Motivation um etwas Schönes mit meinen Worten formen zu können. Manchmal möchte man die ganze Welt mit seinen Worten berühren bis man dann doch traurigerweise erkennt, dass einem doch nur an einer einzigen Welt etwas liegt. Nur eine Meinung von Bedeutung ist und man eine einzige Person beeindrucken möchte.

Manchmal holen mich meine egoistischen Gedanken ein, ich liege dann genau wie heute unzählige Nächte einfach wach in meinem Bett, lausche ein bisschen Musik und denke... Ja ich denke so wie ich es eigentlich immer tue. Ich war schon immer ein Denker und daran wird sich vermutlich auch nie etwas ändern. Es kostet mich in manchen Situationen wirklich unheimlich viel Mut und Überwindung um über meinen eigenen Schatten zu springen und Dinge zu tun die mir sonst unglaublich unangenehm sind. Manchmal möchte ich mich einfach mitteilen, den Menschen die mir wichtig sind eben die Dinge sagen die ich über sie denken und die ich durch sie fühle. Nicht weil ich aufdringlich sein möchte, ganz im Gegenteil. Ich möchte niemanden zu nahe treten. Ich habe einfach nur schreckliche Angst irgendwann aufzuwachen um dann zu realisieren nie das gesagt zu haben, was ich immer sagen wollte.

Ich fühle mich einfach so egoistisch weil ich mir wirklich viele Gedanken mache, ich frage mich ob sich manche Menschen ebenso viele Gedanken über mich machen wie ich über sie. Naja und mir diese Frage dann mit einem, sie werden nie an mich denken wie ich an sie zu beantworten kommt für mich irgendwie nicht in Frage. Natürlich stehen an manchen Tagen diese Gedanken im Raum und machen sich dann lustig über mich aber hey, ich lache einfach mit ihnen.

Es wird wenig Menschen geben die mich jemals richtig kennenlernen werden, für alle bin ich immer der lustige, nette, höfliche Typ von nebenan. Dabei weiß ich manchmal selber nicht wer ich eigentlich bin. Ob ich überhaupt dieser Typ bin den ich jeden Morgen im Spiegel sehe. Manchmal wünschte ich mir einfach sehr mich wieder einem Menschen 100% öffnen zu können, einfach zu hoffen dass es irgendwann nochmal einen Menschen gibt der mich so kennt wie ich wirklich bin dem ich mich immer anvertrauen kann.

Aber momentan scheint dieser Wunsch nur ein ferner Traum zu sein. Es kostet mich einfach viel Überwindung mich anderen Menschen 100% zu öffnen. Vielleicht wird mir dieser Traum ja einen Schritt näher kommen wenn ich gleich meine Augen schließe und anfange zu schlafen. Und mit ein bisschen Glück wird in dieser Nacht, der Traum zur Realität.

Montag, 1. April 2013

- 712 - Glücklich vergessen?

An manchen Tagen da holt uns unser Leben zurück,
Es zieht und zerrt, kreischt und schreit.
Jeder gute Gedanke verblasst,
Weil eine einzige Erinnerung in den Vordergrund rückt.

Auf einmal senkt sich das Lächeln in deinem Gesicht,
Mit zittrigen Händen versuchst du dich abzustützen.
Ohne zu bemerken wie zittrig deine Beine schon sind,
Du stürzt, du fällst und keiner ist da der dich auffangen könnte.

Du weinst bittere Tränen,
Du könntest ganze Meere füllen.
Denn niemand ist da der dich einfach mal in den Arm nimmt,
Und mit dir zusammen schweigt, weil es nichts zu sagen gibt.

Manchmal kommen die Erinnerungen an Menschen hoch,
An die man fast gar nicht mehr denkt.
Sie sind verschwunden, oder eher entschwunden,
Aus unseren Gedanken und dieser Welt.

Unruhig schlägt dein Herz und deine Gedanken,
Sie peitschen wie Wellen gegen deinen Kopf und lassen dir keinen Moment.
Ja keinen Moment um nochmal die Stille zu finden,
Die wir gerade jetzt benötigen.

Irgendwann kommt der Gedanke auf, wie hast du es eigentlich geschafft,
Geschafft noch einmal glücklich zu sein obwohl dir ein Mensch aus dem Leben gerissen wurde.
Und es gibt keine Antwort auf diese Frage, du willst sie dir auch gar nicht wirklich stellen,
Denn wie auch, wie? Sie sind aus dieser Welt gestrichen.

Wie können wir in dem Gewissen überhaupt weiterleben?
Wenn wir realisieren dass wir sie vergessen und deshalb glücklich sein können.
Weil wir irgendwann automatisch nicht mehr so intensiv an sie denken,
Und unser Leben einfach wie gewohnt weiterleben.

Es kränkt mich,
Es verletzt mich.
Obwohl gerade ich es nicht sein sollte,
Der so verletzt und gekränkt ist.

Doch ich sage mir, sie hätten nie gewollt,
Dass ich mein ganzes Leben lang wegen dem Verlust weine.
Dass sie mich jeden Tag gerne lächelnd sehen wollten,
Hätten sie nur noch die Chance dazu gehabt..

Doch manchmal denke ich,
Ich lebe mein Leben als hätten sie nie existiert.

[ Ich habe den Text einer Freundin gelesen, in ihrem Text ging es um den Verlust eines Menschen den sie sehr gemocht hat. Danach musste ich erst einmal eine Zeit lang nachdenken, bei solchen Geschehnissen bin ich grundsätzlich betroffen. Ich fühle mit ihr mit und musste an meine eigenen Verluste denken. Heute haben zwei Freunde von mir ganz dumme Witze über meine verstorbene Mutter gemacht 'Aprilscherz' schimpft es sich. Ich habe da nicht großartig viel zu gesagt, um ehrlich zu sein wusste ich nicht einmal was ich dazu hätte sagen sollen. Jedenfalls habe ich im späteren Verlauf des Tages daran denken müssen wie selten ich eigentlich noch einen Gedanken an meine Mutter hege. Das einzige was mich noch davor rettet nicht völlig in Reue unterzugehen ist wohl der Gedanke zu wissen dass ich stolz darauf bin ihr Sohn zu sein und froh bin dass sie mir dieses Leben geschenkt hat ]

- 711 - 1.001 kleine Teile

Wie jeder langsam mal gemerkt haben muss, ich bin ein endloser Romantiker! Ich kann es mir einfach nicht nehmen lassen an die Person zu denken die mir viel bedeutet oder in die ich verliebt bin. Ich verbinde so unsagbar viel damit, mit dem Gefühl der Liebe, jemanden anderen zu lieben oder geliebt zu werden. Es ist eine der größten Inspirationen für mich gerade weil man viel dabei empfindet. Man fängt an einen Menschen ergründen zu wollen, man möchte wissen woran sie denken, wie sie fühlen, was sie mögen und was sie nicht mögen. Man möchte ihnen ständig nah sein, ihren Herzschlag spüren, sich küssen lassen und sie küssen. 

Ich denke ich bin einer der Menschen der intensiv fühlt, ich lasse mich gerne von den Gefühlen anderer Menschen berauschen. Wenn sie glücklich sind, dann macht es mich automatisch ebenfalls glücklich. Sind sie traurig dann zieht es mich runter. So ein Mensch bin ich nun einmal.
Ich bin in einer Familie aufgewachsen die mir sehr viel Liebe gegeben hat, nachdem einige Familienmitglieder verstorben sind hat sich die Beziehung innerhalb der Familie stark verändert.
Das muss nicht bedeuten dass wir nicht weiterhin Liebe für den anderen empfunden haben aber es wurde irgendwo ein bisschen kälter. 


Ich liebe meine Familie mehr als alles andere auf der Welt, kein Mensch könnte meine Familie ersetzen, es könnte aber Menschen geben die meine Familie ergänzen und davon habe ich einige gefunden. Ich gebe anderen Menschen gerne das Gefühl gebraucht und geliebt zu werden, vielleicht nicht von der großen ganzen Welt aber eben von mir. Denn ich habe schon so viele Menschen getroffen die sich sinnlos und allein vorkamen.
Doch für mich sind diese Menschen etwas Wichtiges, etwas ganz Besonderes. Ich möchte Menschen mit meinem Schreiben aus dem Herzen sprechen, ich will ihnen in die Seele blicken und etwas einfangen. Ich schreibe natürlich oft über die Liebe und meine eigenen Emotionen aber auch oft über andere Menschen.



In meinem Leben gibt es viele Menschen die mich bewegen, zum Nachdenken anregen, mich erfüllen und glücklich machen. Wenn ich mich verloren fühle, dann weiß ich ganz genau diese Menschen werden mir zeigen wohin ich gehöre. 

Wenn ich könnte würde ich mein Herz in 1.001 kleine Teile zerschneiden und würde jedem mir wichtigen Menschen ein Stück davon geben bis ich selbst nur noch ein einziges für mich hätte. Ich würde mir von ihnen ein Stück geben lassen und hätte ein unglaublich vernarbtes Herz. Ein Herz was aus der Liebe von 1000 anderen Menschen bestehen würde.

Ich möchte meinen Herzmenschen einfach zeigen, dass ich immer für sie da sein werde. Egal wie schlecht es ihnen oder mir geht. Dass es einen Platz für sie gibt und einen Menschen mit dem sie immer reden können. 

Und gerade die Person die ich Liebe bzw. in die ich verliebt bin weiß hoffentlich dass das Zentrum meines Herzen ihr gehören wird. 

Liebe Grüße

Mein romantisches Ich.

- 850 - (K)eine Lust

Die ewige Leier, es dreht sich im Kreis. Alpha und Omega, der Anfang und das Ende. Könnte gähnen, so ermüdend ist dieses Thema für mich. Las...