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Samstag, 13. Juni 2020

- 850 - (K)eine Lust

Die ewige Leier, es dreht sich im Kreis. Alpha und Omega, der Anfang und das Ende. Könnte gähnen, so ermüdend ist dieses Thema für mich. Lasst uns die Gewohnheit feiern, denn in der Gewohnheit liegt die Sicherheit und in der Sicherheit? Tja, da können wir uns verkriechen. Wer hat denn schon Lust den Kreis zu durchbrechen, niemand möchte einen kaputten Kreis. Nachher hat man nur noch ein "c" oder ein "u "& Leute, cool schreibt man nicht mit u. Und das "l" fehlt auch irgendwie oder?

Aber zurück zur Gewohnheit, so wie wir es von der Gewohnheit her kennen. Müssen uns an dem orientieren was wir täglich sehen. Brauchen es als wären wir drogenabhängig, nur dass du von Drogen auf einem Trip bist und wie oft geht man in der Gewohnheit schon auf einen Trip? Eben, so gut wie gar nicht. Müssen uns in unserer kleinen Blase zurückziehen, wie ein Vampir der in seinem Sarg am Tage schlafen geht.

Wie ein Sarg hm?

So ist auch unsere Blase, ein dunkler muffiger Sarg. Denn Gewohnheit ist das versa(r)rgen cul mal anders zu schreiben. Nicht wie ein Untoter der Masse folgen weil es einem an Gehirn mangelt. Jedenfalls auf der einen oder anderen Art. Lassen unser geistiges Verlangen etwas Neues zu lernen einfach verschimmeln, aber eben nicht so als könnten wir darauf dem Sonnenuntergang an einem Strand entgegenreiten. Die böse Art von Schimmel! Die auf dem Käse, die du nicht essen solltest. Aber ich? Ich sollte generell keinen Käse essen und doch tue ich es. Denn es ist eben eine Gewohnheit. Es schmeckt am Besten wenn man es kennt oder dann erst recht nicht. Es ist eben ein Zwiespalt. Der Gewohnheit zu entsa(r)gen und ihr doch nur wieder zu verfallen. Sich zu beschweren warum man nicht ausbricht, nur um sich dann doch wieder im Sarg mit dem Namen Gewohnheit schlafen zu legen.

Es ist eben (k)eine Lust der Gewohnehit adios zu sagen.
(K)eine Lust die Sicherheit zu verlassen.
(K)eine Lust Gefahren einzugehen und dem Unbekannten ins Gesicht zu lachen.

Aber mal ernsthaft, wer lacht schon einem Unbekannten ins Gesicht?

Donnerstag, 27. April 2017

- 849 - Eingraviert

Heute habe ich das Lächeln der Menschen in mich eingraviert. Habe es verewigt in meinen Gedanken und verschlungen. In mich geblickt und eingedrungen um mit jeder Faser zu transformieren, aus dem alten Selbst tranzendieren. Mich verpuppen und durch Metamorphose neu entstehen. Will das Lächeln in und an mir tragen um es weiterzugeben, ohne es auf- oder abzugeben. Selbst wenn das Leben aus auf's und ab's besteht, soll dieses Lächeln weiterbestehen. Denn will ich's in die Welt durch mich tragen, so dass auch andere Menschen die Welt nicht mit einem falschen Lächeln ertragen und lieber eher sagen, dass auch sie sich dieses Lächeln eingravieren. Es sich in Stein meißeln und für immer beibehalten, umschlingen und fest daran haften, da sich Gedanken an ein Lächeln ewig erhalten.

Donnerstag, 9. Januar 2014

- 838 - Lebenssphären

In einer Welt in der wir lüstern hungern,
Nach allem und doch nach nichts.
Gibt es nicht was uns je so schmecken könnte,
Wie die Sphären und ihr gleißendes Licht.

Denn köstlich wagen sie es meine Sinne zu umspielen,
Wärmen meinen Körper und meinen Geist.
Geben mir Anstöße weiterzublicken,
Selbst über den Horizont hinaus.

Und lüstern steigt die Gier, die so unstillbar scheint,
Mehr und mehr Sphären in mir aufzunehmen.
Denn vielleicht könnten sie,
Ja gerade sie, meine Zerrissenheit flicken.

Umhergerissen von all der Pracht,
Ihrer Vollkommenheit nah zu sein.
In dem Licht der Sphären zu baden,
Und etwas Ergänzung zu finden.

Ich wage es meine Augen zu schließen,
Prickelndes kribbeln unter meiner Haut.
Nur um meinem Atem freies Geleit zu lassen,
In eine Welt zu entfliehen, in der Lebenssphären existieren.

Ich verhungere, verdurste und kann nichts dagegen tun,
Denn die Gier scheint grenzenlos groß.
Ich mag entfliehen, rennen und einfach fort,
Kneife die Augen immer fester zu als....

Sanftes kitzeln meine bloße Haut umspielt,
Kühle die meine Füße umfängt.
Ich atme auf,
Ich atme frei.

Frei,
Freiheit und einen Herzschlag lang.
Nur einen Moment lang,
Glaube ich zu wandern.

Zu verspüren,
Und zu empfinden.
Zu begreifen,
Und zu verschwinden.

Mich zu entwinden,
Einzig aus der Realität zu spalten.
Da mir meine Sinne einen Streich zu spielen scheinen,
Auf einmal aus dem Nichts, die Natur zu hören.

Das Rauschen des Windes,
Den Gesang der Vögel.
Die Bewegung der tanzenden Bäume,
Und zwischen all dem... die endlose Ruhe.

Der Geruch frischen Grases liegt in der Luft,
Benebelt meine Sinne und lässt mich ruhen.
Endlich ruhen,
Ruhen bis ich einschlafe.

Als ich meine Augen aufschlage,
Verschlägt es mir die Sprache.
Denn ich scheine in einem Wald zu sein,
In dem nichts so scheint wie es wirklich ist.

Glühende Sphären die schweben und liegen,
Gleißende Lichter die um mich herumfliegen.
Und wärmende Leben greifbar nah,
Als wäre es schon immer da.

Die Sucht kommt auf,
Ich muss sie verschlingen.
Bevor ich daran vergehe,
Gehe ich lieber auf sie zu.

Ich taste mich vor,
Wandere durch kühle Gräser.
Wo kalter Tau,
Die Hitze hemmt.

Mit jedem Schritt,
Mit jedem Blick.
Mit jedem Atemzug,
Und jedem Sehnen.

Wächst die Gier,
Nach den strahlenden Sphären.
Ich wage sie zu ergreifen,
Um zu begreifen, was sie so köstlich macht.

Jeder neue Mensch,
Mit seinen neuen Gedanken.
Erschafft leuchtende Sphären,
Die sich in mir verankern.

Verketten und verheddern,
Ohne sich jemals lösen zu können.
Denn die Trennung würde meinen Tot bedeuten,
So und nur so bedeutsam sind diese Sphären.

Jede steht für etwas Besonderheit,
Für eine Kostbarkeit und Köstlichkeit.
Denn nichts tut so gut,
Wie sie in meine Seele fließen zu lassen.

Jedes Leben eine Sphäre,
Jede Sphäre ein Leben.
Ergehe ich in ihnen,
Während sie in mir zergehen.

Ich bin gierig es niemals missen zu müssen,
Jede Idee und Impression.
Ereignisse und Menschen,
Die in den Sphären wohnen.

Von ihnen zu lernen, sie mir einzuverleiben,
Bis auch sie Bestandteile meines Seins bleiben.
Lebensspähren die nicht vergehen wenn man sie isst,
So lange man keine von ihnen vergisst.

Und ich wandere nun in diesem Wald,
Sei es Realität oder Wahn.
Ich bin gierig,
Immer mehr zu erfahren.

Zu erfahren wer sie waren,
Und wer sie heute sind.
Ihre Geschichte zu kennen,
Von ihrem Sein zu kosten.

Ohne zu bedauern was es jemals kostet,
Weder Geld noch Zeit mag es lange dauern.
Zu verlangen was so lange Begierde schürte,
Die Gier selbst danach gierig zu sein.

Einmal nur noch einmal zu kosten,
Um in diesem Traum gefangen zu bleiben.
Ich schließe meine Augen,
Lasse meine Begierde ihren freien Lauf.

Und ich beginne zu laufen,
Während die Zeit an mir vorbeiläuft.
Sie rinnt, sie schmilzt,
Ja sie verläuft wie meine Realität.

Sie fließt zusammen mit allem was schien zu sein,
Und alles was ich sein kann....

Ist gierig.

Montag, 2. Dezember 2013

- 835 - Fußspuren im Sand

Schritt für Schritt, immer tiefer ins Ungewisse,
Raus aus der Realität.
Raus aus der Geborgenheit,
Unserer warmen Gedanken.


Soll die Nacht uns umflügeln,
Der Mond soll uns leiten.
In der Dunkelheit wo die Stille unser  Begleiter ist,
Und nur Fußspuren im Sand von unserer Existenz zeugen.


Vergesst die Pfade,
Vergesst die Wege.
Keinem Wind,
Doch nur der Freiheit folgen.


Mit Blut auf den Lippen,
Und dem Sand unter den Sohlen.
Mit dem Staub auf der Zunge,
Wo einstig Worte wohnten.


Wir sind befreit,
Losgelöst.
Erlöst,
Aufgelöst.


Vom Winde verweht,
Wie Staubkörner in alle Himmelsrichtungen.
Weggepustet,
Aus den Erinnerungen.


Bis sie unseren Fußstapfen folgen,
Uns nachjagen und verfolgen.
Ohne jemals von unserer Geschichte,
Gekostet zu haben.


Wir sind die verblasste Tinte alter Bücher,
Der Nachhall gesprochener Worte.
Der Ursprung alles Denkens,
Das einsame Blatt im Wind.


Wir sind die Fußspuren im Sand.

Montag, 25. November 2013

- 834 - Die kleinen Freuden des Lebens

Einfach der Stille lauschen,
Sich etwas von der Ruhe gönnen.
Ein bisschen mit den Freunden plauschen,
Kein Müssen und kein Können.


Sich in die Musik gleiten lassen,
Langsam die Straßen hinabschreiten.
Einander an den Händen fassen,
Jetzt und für immer, nicht nur zu festlichen Zeiten.


Lange Gespräche gefolgt vom lächelnden Schweigen,
Helle Augen die ein Leuchten entfachen.
Seine wahre Natur anderen Menschen zu zeigen,
Gemeinsam herzhaft aus der Seele lachen.


Menschen wertvoll wie Diamanten,
Selten in eines jedem Leben.
Zu denen wir so gerne fanden,
Und sie nie mehr wiedergeben.


Nie mehr auf der Suche nach dem ganz großen Glück,
Selbst wenn wir an vielen Orten verweilen.
Es ist nicht nur ein großes Stück,
Es besteht aus vielen kleinen Teilen.


Bilder aus kleinen Steinen,
Steine die für Menschen stehen.
Fragmente die das Bild vereinen,
Geh einen Schritt zurück und du kannst es sehen.


Und mit jeder schönen Erinnerung füllt sich ein weiteres Feld,
Sie bilden die Farben und Pigmente in deinem Leben.
Eine aus Erinnerungen geformte Welt,
Kann erst jetzt für dich einen Sinn ergeben.


Weil du erkennst,
Dass die kleinen Freuden im Lebens zählen.

Mittwoch, 20. November 2013

- 833 - Sonnenaufgang

Und mein müdes Herz fängt an zu schlagen,
Zu kämpfen und zu leben.
Als ich die Bilder sah,
Die sich langsam im Himmel zeichneten.

Brennende Muster,
Die weder verwüsten noch zerstören.
Und nichts anderes tun,
Als erschaffen.

Ich atme auf, atme ein,
Bin sprachlos trotz meiner Worte.
Bin komplett,
Als könnte mir nie mehr etwas fehlen.

Und die ganze Kälte der Welt,
Erlischt in einem Atemzug.
Mein Herz wütet,
Wütet vor Aufregung.

Doch heute,
Heute bin ich zufrieden.

[ Inspiration durch einen unglaublich schönen Sonnenaufgang ]




- 832 - Lächeln ( Tanka )

Ein schönes Lächeln,
Ist heutzutage selten.
Doch manchmal gibt es,

Menschen die es dir schenken,
Als wäre es ganz einfach.

Sonntag, 17. November 2013

- 830 - Gedankenkritzelei

Von klein auf an waren wir wie ein weißes Blatt Papier,
Unbeschriftet, roh und völlig leer.
Doch heute stehen wir wo wir stehen,
Im Leben, als Persönlichkeit. Als Atelier.


Und mit den ersten Jahren, kamen die ersten Farben,
Die ersten Striche, die ersten Figuren.
Die Stücke banden sich grotesk zusammen,
Ja es kamen die ersten Menschen und mit ihnen die ersten Namen.


Wir waren ein Malbuch, welches wir noch ausmalen müssten,
Mit jedem Tag kamen mehr Farben,
Mehr Gedanken und ihrer Projektionen,
Und ganze Farbexplosion als wir das erste Mal küssten.


Gedankenkritzelei ist es, was wir heute sind,
Wir waren weiße Blätter, in einer bunten Welt.
Die darauf warteten bemalt zu werden,
Gedankenwerke schon als kleines Kind.


Ein Mosaik voller Gedanken und Erinnerungen,
Farbsprenkel, kleine Tupfer.
Weiße Flecken, noch nicht genug gemalt,
Und wir atmen die Welt tief in unsere Lungen.


Damit Farben unsere Lungen füllen,
Uns tief bis zur letzten Faser zeichnen.
Jede weiße Stelle mit etwas Farbe ersetzen,
Bis uns die Gedanken verhüllen.


Wie ein weißes Tuch sich auf uns legen,
Um von vorne wieder zu beginnen.
Neu zu zeichnen, mehr zu malen,
Gedankenkritzelei erwägen.


Gedankenmalerei bis zu unseren letzten Tagen,
Alles festhalten, jeden Tag neue Farben.
Nicht bis wir alt und grau sind sondern alt und bunt,
Und wir uns selbst aufschlagen.


Wie ein Bilderbuch.

- 829 - Schlechter Gedanke ( Tanka )

Ich breche ihn auf,
Meinen schlechten Gedanken,
Breche ihn in zwei.


Und schaue nach ob eine,
Glückskeksnotiz in ihm steckt.

Donnerstag, 7. November 2013

Mittwoch, 30. Oktober 2013

- 822 - Strömung

Über uns eine Wand aus grau,
Unter uns ein Meer aus Spiegeln.
Die Welt geht unter,
Es stürmt, es regnet.


Bilder waschen fort,
Aus alten Gedanken.
Als wir in Farben dachten,
In Farben lebten.


Doch wir versinken im Fluss,
Werden mitgerissen.
Wir sind zu schwach,
Zu schwach für die Strömung.


Graue Fluten,
Wir gehen unter.
Wir sind allein,
Wir sind allein.


Doch die Strömung ist zu stark,
Reißt uns mit, reißt uns umher.
Bis wir versinken und versagen,
Untergehen und ertrinken.


Über uns eine Wand aus grau,
Unter uns ein Meer aus Spiegeln.
Wir betrachten uns selbst,
Und alles um uns herum.


Wir sind die Farbe,
Die langsam verbleicht.
Weil die Strömung alles von uns wäscht,
Bis nichts mehr bleibt.


Außer grau.

- 850 - (K)eine Lust

Die ewige Leier, es dreht sich im Kreis. Alpha und Omega, der Anfang und das Ende. Könnte gähnen, so ermüdend ist dieses Thema für mich. Las...