Dienstag, 31. Januar 2012

- 143 - Lass dich vom Leben treiben


Egal wie oft wir Narben von unseren Fehlern tragen,
So muss ich dich gar nicht erst nach deiner Meinung fragen.
Du würdest mich begleiten und dieselben Fehler begehen,
Kann dir vertrauen, dir meinen Rücken zudrehen.

Wir lassen uns einfach vom Leben treiben, denn es ist doch ein großer Fluss,
Spitz deine Lippen für einen letzten Abschiedskuss.
Wir gehen immer geradeaus, gerade der Welt entgegen,
So dass wir uns einfach treiben lassen und in die Wolken legen.

Lassen uns von den Wellen immer dem Ziel entgegen wiegen,
Hast du mir denn nicht etwas verschwiegen?
Lass dich mit mir mit, vom Leben treiben,
Warum sollten wir an einem Ort verbleiben.

Wenn es doch noch so viel zu erleben gibt,
Wenn man das eine Gefühl, vor das nächste schiebt.
Ich zeig dir meine Narben die ich von meinen Fehlern trug, dann zeigst du mir erst deine,
Wir gehen so weit, so weit uns tragen unsere Beine.

Und wenn wir diese Wolken und Träume nicht so erklimmen,
So wie wir es wollten, sollte es nicht stimmen.
Dann lass dich vom Fluss des Lebens treiben, wir lassen uns wiegen bis in den Schlaf,
Denn, wir können ja noch davon träumen.

- 142 - Durch die dunkelste Nacht

Die Ruhe vor dem Sturm bricht über uns alle herein,
Schatten für Schatten sie sich zu einem großen einen.
Wenn die letzten Sonnenstrahlen hinter den Bergen ziehen,
Wenn alle Leute in ihre Häuser fliehen.

Aus Angst die Dunkelheit könnte sie aufsaugen,
Doch seht es mit euren eigenen Augen.
Durch die dunkelste Nacht ziehen wir, wir durch die dunkelste Nacht,
Durch sie hindurch wo keiner mehr erwacht.

Sehnen sich alle nach der großen hellen Wonne,
Soll sie hinter den Bergen erscheinen, eure Sonne.
Doch wird sie nicht alles aufsaugen,
Doch seht es mit euren eigenen Augen

Durch die dunkelste Nacht, ziehen wir, bleiben nicht stehen,
Durch die dunkelste Nacht werden wir gehen.

Kein Mond, keine Sterne und auch kein Komet über dieser Welt,
Erleuchtet das Himmelszelt.
Werden sie nicht in sich saugen,
Doch seht es mit euren eigenen Augen.

Durch die dunkelste Nacht, ziehen wir, werden wir durch sie schreiten,
Durch die dunkelste Nacht, bis uns Sonnenstrahlen begleiten.

Wir werden sie in uns aufsaugen,
Die dunkelste Nacht, seht es mit euren eigenen Augen.
Durch die dunkelste Nacht, ziehen wir, bis uns Sonnenstrahlen auf dem Fuße folgen,
Schieben wir sie alle weg, alle Wolken.

Doch bis zu diesem Tag müsst ihr warten, oder kommt mit uns mit,
Durch die dunkelste Nacht, durch die dunkelste Nacht.

[Inspiration durch As I Lay Dying – The Darkest Nights]

- 141 - Verloren

Momente verloren, denen man nicht verloren gehen konnte,
Doch taten wir es, weil wir alles taten was wir wollten.
Wir machten jenes und welches, welches und jenes,
Begegneten einander, ohne Widerworte.


Wortlos und still, still und doch so vielsagend,
Ohne einen Moment, in denen wir verloren gehen konnten.
Ich tat es, ohne dich,
Denn du, ja du gingst mir auch verloren.


Ein Sturm von vorne und Regen von hinten,
Ohne jede Ahnung kaum zu entschwinden.
Ich entschwand ohne Empfindung, entwand mich der Bürde,
Jeder Bürde der ich entgegen trat, weil ich diese Dinge immer tat.


Doch war es kein Mut der mich verließ, war es kein Mut der mir verloren ging,
Es war einfach nur du, du gingst mir verloren, du hast mich verlassen.
In einem Moment verloren, denen man nicht verloren gehen konnte,
Einem Gedanken so einfach, einfach zu folgen.


Doch konnte ich ihn, nicht verfolgen,
Ohne Spur ohne Ort, ein Ort ohne Spuren.
Ein sanfter austritt, ein Wort was mir entglitt,
Wortlos, still und karg, karg wie der Sarg, dem ich sag.


Was ich verlor, in welchem Moment,
Die Zeit, in einem zeitlosen Moment.

- 140 - Kälte


Raureif an meinen Händen, Tränen so starr die an deinen Wangen kleben,
Weil die Röte und die Kälte in ihnen beben.
Lippen so blau, als hätten sie den Winter geküsst,
Zittert dein Leib, als hättest du sie persönlich gegrüßt.

Ein Blick in den Himmel reicht um den Sturm entgegen zu gehen,
Während dir Flocke um Flocke um deine Ohren wehen.
Deine Finger die vibrieren, haben längst die ruhe verloren,
Wurden wir wirklich in diese kalte Welt geboren.

Gab es nicht Zeiten wo wir auf der Straße lagen,
Kaum einen Gedanken an die Zukunft wagen.
Als wir noch fühlten innerliche Wärme, ohne diese ganzen kalten Nächte,
Die ich einstig, und auch jetzt noch mit dir verbrächte.

Zieht ein Winter auf, mit dir und deinen blauen Lippen,
Mit Kristallen die deine Augen entglitten.
Ich griff nach deiner Hand um das vibrieren zu stoppen, um die Ruhe zu gewähren,
Doch sind meine Hände schon längst erfroren.

Nicht mehr in der Lage alte Zeiten zu verspüren, nicht mehr so wie es einmal war,
Blaue Lippen, starre Blicke so starr.
Es ist kalt, die Kälte kommt,
Kälte in meinem Herzen.

- 139 - Ohne zu merken

Was sind Gedanken, für Ranken, die sich in meinem Kopf von links nach rechts wanken,
Ohne zu merken, das sich auftun diese Schranken.


Kann nicht atmen, nicht gehen, kaum mehr sehen, denn es ist zu laut um überhaupt etwas zu verstehen,
Ohne zu merken, dass sich meine Gedanken im Kreise drehen.


Wir beschritten die weiten, um uns und den Mut zu begleiten, egal zu welchen Zeiten,
Ohne zu merken welche Pfade wir beschreiten.


Keine Pfeile im Herzen, keine Dinge die Schmerzen, weil wir über alles scherzen,
Ohne zu merken, dass wir im Dunkeln stehen ohne Kerzen.


Ein Ort zu den wir kehren, den wir stets verehren, ohne uns danach zu verzehren,
Ohne zu merken, wie sich unsere Zweifel vermehren.


Das sind die Gedanken die wir denken, die uns immer lenken, ohne unsere Köpfe zu senken,
Ohne zu merken, dass wir ihnen keine Beachtung schenken.


So kehren wir Heim, jeder Satz versehen mit einem Reim, klebt an dir wie der Leim,
Ohne zu merken, dass wir innerlich bitterlich wein.


Doch sind jene Ranken verschwunden, trotzdem an diesen Leben gebunden,
Ohne zu merken, dass wir die Tiefe unseres Herzens nicht erkunden.


Gehe nicht ich hab so viel zu sagen, tausende Dinge und so viele Fragen,
Ohne zu merken, dass sie schlummern in meinem Magen.


Tristes Land, Gemäuer ohne Wand, wärmend und kühl ist zugleich deine Hand,
Ohne zu merken, dass wir stehen am Rand.


Ich spinne mir mein Leben, muss mir das nicht mehr geben,
Ohne zu merken, dass wir einfach abheben.


Denn was kann mich noch verstärken, ohne an den Dingen zu werken,
Ohne zu merken, dass wir nichts mehr merken.