Donnerstag, 28. Februar 2013

- 677 - Wie zwei Sandkörner

In einer großen Welt, wo wir kaum noch merken,
Welcher Wind aus welcher Richtung weht.
Wie können wir da bestimmen woher wir selber kommen,
Und wohin uns unsere Wege führen?



Doch wo es ein Du und Ich zu geben schien,
Dort schien jedenfalls die Sonne.
Und wo ein Du und Ich Bedeutung haben,
Bedeutet uns unser Wir, ein ganzes Leben.


 
Wo unser Du und Ich die Luft zum Atmen ist,
Da war das Wir der erste Kuss am Tag.
Unser Wir war das erste Lachen eines Kindes,
Du und Ich waren die hellsten Sterne.


 
In einer großen Welt, wo wir kaum noch merken,
Woher der Regen kommen mag.
Wie können wir da bestimmen woher wir selber kommen,
Und wohin uns unsere Wege führen?


 
Doch wo es ein Du und Ich immer gegeben hat,
Da gab man auch nicht auf.
Und wo ein Du und Ich ihre Säule waren,
Da trugen wir ein Wir in die höchsten Höhen.


 
Wo unser Du und Ich die ersten Tropfen waren,
Da war das Wir das erste Licht.
Unser Wir war der erste schöne Gedanke,
Du und Ich, das war schön.


 
In einer großen Welt, wo wir kaum noch merken,
Wann der neue Tag beginnt.
Wie können wir da bestimmen woher wir selber kommen,
Und wohin uns unsere Wege führen?


 
Du und Ich sind flüchtig,
Doch noch flüchtiger ist das Wir.
Du und Ich das war so schön,
Und so wird es nie mehr werden.


 
Es war eine schöne Zeit,
Als Du und Ich ein Wir ergaben.
Doch heute verbindet uns nur noch eine Tatsache,
Du und Ich, zwei Sandkörner die sich aus den Augen verloren.


 
Denn dort wo wir Leben,
Herrscht eine einzige Wüste.

- 676 - Gedankensturm

Irgendwie verliere ich mich in dem endlosen Massen meiner eigenen Gedanken, ich habe das Gefühl mit ihnen nicht mehr klar zu kommen. Ich weiß nicht was mit mir los ist. Als würde die Welt nicht mehr mit mir klar kommen, obwohl nur einer mit mir klar kommen muss. Ich selbst. Ich habe verlernt zu  atmen und schnappe nun nach Sauerstoff. Auf einmal erscheint jeder Moment noch viel kostbarer als er eh schon war. Ich weiß nicht welchen Gedanken ich denken soll, es sind so viele. Zu viele. Ich weiß gar nicht wann ich das letzte Mal vom ganzen Herzen so glücklich war, das mir nichts etwas konnte. Ich fühl mich wie eine verlorene Seele, ich fühle mich ausgelaugt und ein wenig sinnlos. Mein Tag war sogar recht erfrischend, ich hatte lediglich zu viel Zeit zum Denken, mehr Zeit als sonst. Wohin sie mich treiben weiß ich nicht, ich wusste es noch nie und werde es auch niemals mehr erfahren. Eigentlich würde ich gerne schlafen, doch wie wenn ich weiß dass mich meine Gedanken an diese Welt ketten wie es niemand sonst zu tun vermag. Ich bin eine lächerliche Gestalt, ständig diese Fragen, ständig irgendwelche Erkenntnisse und ständig dieses Unglück. Ich kann mich einfach nicht mehr erfreuen, ich sage es meinen Freunden aber sie nehmen es nicht ernst. Sie nehmen es nie ernst wenn ich etwas wirklich Wichtiges sage. Sie denken ich scherze, ich scherze oft. Ironie ist meine Waffe, Sarkasmus zu oft benutzt. Wenn mir nur jemand glauben würde wie es mir geht, wenn nur jemand darauf hören würde, wenn mal wirklich etwas nicht stimmt.

Aber ich verliere mich eben, bis sich keiner mehr erinnert. Bis sich keiner mehr erinnert wer ich war und das es mich gab.

- 675 - Das herzlose Monster

Ich bin das herzlose Monster welches auf der weiten Ebene wandert, ich bin der dunkle Gedanke der uns nicht verlässt. Manchmal gibt es keinen Grund für irgendwelche Traurigkeiten und doch sind sie existent. Nur ein Wort würde ausreichen um diesen Zustand zu beschreiben, doch würden wir einfach nur unter ihrer Bedeutung zusammenbrechen. Zittrige Hände halten das Gefäß dieser Welt, alles Leben steht auf wankenden Säulen und ich schaue mir diesen Moment einprägsam an. Ich beobachte es aus den stillen Schatten. Würde ich mit meinen zerbrechlichen Armen aus gesplitterten Knochen nach ihnen greifen, sie versuchen zu halten, dann hätten sie vielleicht eine Chance auf ein weiterleben, doch wie nur wie? Wie könnte ich es riskieren, sind meine Arme denn nicht schon geschunden genug?

Ich bin das herzlose Monster in dieser Welt, sie sagen mir so endlos viel Liebe und Vertrautheit zu doch was soll dies schon sein? Ich bin nicht länger ein Teil dieser Welt, habe ich mich schon viel zu lange ausgegrenzt und beobachtet. Lieber blicke ich ihrem Ende als das Meinige entgegen. Nennt mich wie ihr wollt doch sagt mir nicht nach ich wäre liebend, vertrauenswürdig oder wertvoll.

Ich habe kein Herz und werde niemals eines bekommen. Denn ich bin nur ein herzloses Monster auf dieser trostlosen Ebene des Seins.

Mittwoch, 27. Februar 2013

- 674 - Einheitlichkeit

Wir gehen in den Tag hinein,
Ziehen hinaus in die Nacht.
Schwer drängen wir uns in die graue Masse,
Tiefer in die Einheitlichkeit.



Und wenn wir nicht so leblos wären,
Würden wir uns lebendig fühlen.

- 673 - Den Himmel erobern

So oft hab ich nun davon geträumt,
Den Himmel zu erobern.
Doch wenn die Sonne sich zur Ruhe legt,
Und die Asche an mir haften bleibt.



Sind es nicht die weißen Flügel eines Engels die mich tragen,
Sondern vielmehr die schwarzen Schwingen eines Rabens.

- 672 - Viel zu oft

Viel zu oft waren meine Augen offen,
Viel zu oft da lag ich wach.
Viel zu oft habe ich hinausgeschaut,
Viel zu oft war mir nichts im Sinn.


Und dennoch träume ich die ganze Zeit,
In einem Leben ohne Schlaf.

Dienstag, 26. Februar 2013

- 671 - Alpha

In mitten eines Raumes,
Dein Haar so schwarz.
Gedanken an dich,
Ein Kuss so zart.

Deine Schönheit wie eine aufgehende Blüte,
Sie erstrahlt in dir.
Ein Tag ohne dich,
Ist ein verlorener Tag.

Weißt du warum?
Weil ich dich so mag.

[ Durch einen Zufalls-Backup habe ich alte Daten von mir gefunden und auch mein aller erstes Gedicht. Dieses Gedicht ist im März 7 Jahre alt. Seit 7 Jahren also schreibe ich schon Gedichte, viele von ihnen werden ungelesen bleiben, einige habe ich gelöscht und weggeschmissen. Nichts was ich bereue auch wenn ich einen Teil von mir mit ihnen verwarf. Es ist aber etwas was ich mit euch teilen wollte. Der richtige Beginn all meiner Texte. ]

- 670 - Von Romantikern und ihren Mythen

Gibt es jemand unter euch, der wahrlich an die einzig große wahre Liebe glaubt? Diese eine Person die auf euch wartet und jeden Wunsch erfüllen wird den ihr in euren Herzen tragt? Ich erzählte euch jetzt von einer Mythe aus dem antiken Griechenland.

"Einstig erschufen die Götter des antiken Griechenland ein Wesen. Dieses Wesen hatte vier Arme, vier Beine, zwei Köpfe und zwei verschiedene Geschlechtsorgane. Dieses Wesen bewegte sich in einer Radbewegung und war eines der ersten Abbilder des heutigen Menschen. Doch irgendwann trennten die Götter dieses Wesen auf und so entstand die erste Frau und der erste Mann.

Seither wandeln auf der Erde sowohl immer eine Frau als auch ein Mann die zusammengehören."

Was uns diese Mythe sagen möchte? Die Mythe sagt uns dass es auf der Welt einen Menschen gibt, der die Leere in uns ausfüllt und uns zu einem kompletten Menschen machen kann. Das wahrlich sowas wie einen Seelenpartner existiert da wir einstig ein einziges Wesen waren. Ich habe mir viele Gedanken über diese Mythe gemacht. Ich empfinde es als eine komische aber auch schöne Idee. Ein guter Freund von mir glaubt das es immer zwei Menschen gibt die mit einem roten Pfaden verbunden sind. Das es immer zwei Menschen gibt die zusammgenhören und einander ergänzen.

Ich schätze diese Gedanken wirklich sehr und finde es süß das es mehr Menschen gibt die diese Ansicht teilen. Es bedeutet aber nicht, dass wir nur eine Beziehung führen werden. Ich habe in meinem Leben gelernt, das wir vieles erst einmal ausprobieren müssen, das wir erst einmal Erfahrungen sammeln müssen. Ich sagte einer Freundin dass sich Ansprüche und Geschmäcker verändern, daraufhin hat sie mir geantwortet das unsere Ansprüche eigentlich die ganze Zeit gleich bleiben, wir aber erst nach  probieren und versuchen erkennen was wir wirklich wollen.

Vielleicht sollte sich jeder Mensch mal darüber Gedanken machen was ihm eigentlich wirklich wichtig ist, ob es wahrlich so endlos oberflächliche Gründe sind die einen Menschen attraktiv wirken und aussehen lassen. Oder ob es nicht doch tiefgründigere Gründe sind weswegen wir uns auf einmal für einen Menschen interessieren. Ich habe viele Menschen in meinem Leben getroffen die ihren Partner einfach so genommen haben die erstbeste Person die sie finden konnten. Da es in unserer heutigen Gesellschaft merkwürdig wäre wenn man keinen Partner hätte. Denn die Tatsache einen Menschen überhaupt an seiner Seite zu haben drängt völlig in den Vordergrund und die Suche nach einer wirklich nachhaltigen Liebe wird völlig in den Schatten gestellt.

Ich möchte niemanden damit anklagen, denn letzten Endes muss doch jeder Mensch mit seinen eigenen Entscheidungen leben können und wenn es eben diese Menschen glücklich macht dann werde ich ihnen mit einem Lächeln entgegentreten. Für mich persönlich stellt sich in den Vordergrund einen Menschen zu finden mit dem ich wirklich mein Leben teilen möchte. Eine Person zu finden der ich endlos vertrauen kann und mit der nicht die Frage aufkommt wann es endet, denn in einer Beziehung oder in der Liebe generell sollte die Antwort klar sein: Wenn wir unseren letzten Atemzug tun.

Ich denke auch nicht dass unser Leben nach einer großen Liebe vorbei wäre, wenn diese Beziehung enden sollte. Denn wir wachsen an jeder Schwierigkeit im Leben und es bereitet uns auf die letzten Etappen vor die uns bevorstehen.

Mit dieser großen Ansammlung von Wörtern möchte ich wohl einfach nur los werden was für ein großer Romantiker ich eigentlich bin. Ich könnte nie jemanden dazu zwingen aus anderen Gründen zu lieben als sie es ohnehin schon tun. Ich kann nur meine eigene Meinung äußern und klar machen was für mich wichtig ist, welche Bedeutung hinter meiner Empfindsamkeit stehen sollte.

Ich glaube daran das es diesen einen Menschen für uns gibt, ich glaube aber auch daran das wir erst viele Etappen überwinden, viele Niederlagen erleiden und viele Momente durchleben müssen um der Mensch zu werden, der dazu bereit ist diese eine Person zu treffen.

Denn ein Mensch sollte sich niemals in das verlieben was wir haben sondern in das wer wir sind.

Montag, 25. Februar 2013

- 669 - Als wir uns verloren

Die Lust die mich treibt,
Meinen heißen Leib.
Meine Lippen die dich liebkosen,
Meine Hände die dich begehren.


Ich will mich in dir verlieren,
In deinem Geruch und deinem Atem.
Meinen heißen Leib an deinen pressen,
Dich mit meinen Augen verzehren und von dir gekostet werden.


Lass mich deine Hände spüren, deinen Atem,
Und dein schlagendes Herz.
Drücke deine Brust an meinen Körper,
Lass mich fühlen was uns so lebendig macht.


Ich begehre dich wie die Sonne,
Heiß und brennend sei unsre Leidenschaft.
Will ich deinen Körper erfahren und ertasten,
So wie du den meinen.


Lass und erfahren was uns fühlen lässt,
Jeden Zentimeter erkunden und erforschen.
Wir sind Entdecker der Liebe,
Erforscher der Lust.


Ich presse meine Lippen auf die deinen,
Der Geschmack der auf meiner Zunge vergeht.
Langsam koste ich deine Liebe,
Langsam koste ich deine Begierde.


Ich verliere mich in unsrem Spiel,
Meine Arme die dich umschlingen.
Pressen sich zwei heiße Körper aneinander,
Verschmelzt die Liebe uns zur Vollkommenheit.


Meine Lippen liebkosen deinen Hals,
Ich küsse dich wie niemand je zuvor.
Ich berühre dich, mit sanften Fingern,
Wir vergehen, vergehen an der Liebe.


An der Lust und unsren Trieben,
Uns zu beherrschen ist uns untersagt.
Wir lassen uns gehen und kommen nie mehr wieder,
Als wir einander in die Augen sahen.

Und uns verloren.

- 668 - Leid und Lüge

Mir schmerzt mein Herz von Leid und Lüge,
Wo damals niemals Lügen waren.
Doch trag ich längst schon diese schwarze Maske,
Oder trägt die Maske mich?



Meine Existenz ist erlogen, weil mich niemand wahrlich kennt,
Wo einstig brannte die Flamme der Leidenschaft.
Brennt heute nichts und nur die Asche,
Könnte Geschichten erzählen von alten Tagen.


 
Mir schmerzt mein Herz von Leid und Lüge,
Weil ich mich gar selbst betrog.
Die Wahrheit dringt nie mehr ins Licht,
Tief ins Dunkel hinabgetrieben.



Ich strecke meine Hand nach alten Wünschen,
Die schon gar nicht mehr meine eigenen sind.
Von Träumen mag ich nicht einmal mehr zu träumen,
Und wie alte Kerzen sind sie ausgebrannt, ausgebrannt und erloschen.


 
Mir schmerzt mein Herz von Leid und Lüge,
Wo damals so eine Freundschaft war.
Doch zerbröckelt und zerbrochen,
Die Trümmer nun vor uns liegen.


 
Wir blicken rauf zum hohen Himmel,
Wo Stücke fehlen und zu Boden stürzen.
Denn nur das reine Nichts scheint uns dort zu erwarten,
Das reine Nichts und die Dunkelheit.


 
Mir schmerzt mein Herz von Leid und Lüge,
So dass ich ihn nicht mehr ertragen könnt.
Ich greif mir an die Brust,
Und jeder Schlag dem eines Nagels gleich.


 
Ich brenne und niemand sieht es,
Denn kein Schrei dringt aus meiner Kehle.
Ich verbrenne an der Sünde,
An der Sünde die mich so quält.


 
Mir schmerzt mein Herz vor Leid und Lüge,
Weil ich mir nicht eingestehe.
Das mein Herz dir schon so lang gehört,
Und die Liebe nun von innen wacht.


 
Ich betrüg mich wenn ich dies nicht eingestehe,
Ich belüge mich wenn ich an der Wahrheit zweifel.
Hab mich verliebt obwohl ich es wohl niemals sollt,
Doch wie könnte ich anders als so?


 
Mir schmerzt mein Herz vor Leid und Lüge,
Denn ich kann dir einfach nicht sagen was ich empfinde.
Weil ich nicht in der Lage bin dir zu sagen dass ich dich liebe,
Und ewig lieben werde.