Samstag, 31. März 2012

- 242 - Wenn wir Wurzeln schlagen, dann schlagen Herzen

Wir sind alle längst alt genug, um der Wahrheit in die Augen zu blicken,
Denn wir, wir sind alt genug, unseren eigenen Weg zu finden.
Wir, wir können nicht von allen schönen Dingen träumen, wir bleiben nicht stets zusammen,
Doch haben wir das Recht im Leben, uns einander wiederzufinden.

Egal wohin der Wind uns treibt, egal wohin wir blicken,
Wir werden so oft noch Unbekanntes sehen.
Doch mein Herz wird den Weg zurück finden,
Ich, nein wir, wir haben unsere Wurzeln dort geschlagen.

Ja wir haben sie dort geschlagen wo wir wahrlich begannen,
Leben zu lernen und zu lernen was es heißt zu Leben.
Wir werden uns oft noch von lieben Menschen trennen,
Doch wird dies, ja dies nicht das Ende sein.

Wir werden unseren Weg gemeinsam in die Heimat schlagen,
Zu den Menschen die wir lieben und lieben werden.
Denn nicht nur mein Herz, ja auch eure Herzen wissen,
Heimat ist dort, wo wir uns heimisch fühlen.

Ich kann es mir nicht verkneifen ein Lächeln im Gesicht zu tragen,
Denn obwohl ich der Heimat so fern bin, so weiß ich.
Das ihr alle mein Herz mit euch tragt und mit ihm auch mich,
Also vergesst nicht, wir werden uns wiedersehen, ein Ende naht noch lange nicht.

Dies ist kein Gedicht, diese Zeilen kommen jedoch auch aus meinem tiefen Geiste,
Ein Aufruf aller Menschen, die wissen was sie für mich sind und ein Stück Herz bei sich tragen.
Ob lebst du in Bayer, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg oder gar in der Schweiz,
Mein Herz, ja mein Herz tragt ihr mit euch.

Mein Herz werdet ihr nicht mit euren Händen tasten,
Mein Herz werdet ihr nicht mit euren Ohren hören,
Mein Herz könnt ihr nicht mit euren Körpern spüren,
Aber ihr könnt, es mit euren eigenen ertasten.

Mein Herz mag dort Wurzeln schlagen wo ich zu leben lernte,
Doch mögen diese Wurzeln über die ganze Welt reichen,
Mögen sie euch erreichen,
Denn wenn wir Wurzeln schlagen, dann schlagen Herzen und wir wissen, wir sind Freunde.

- 241 - Ein Märchen


Ich schlage das Buch auf, und streiche über die Seiten,
Geschichten von Wesen, die uns in unserer Kindheit begleiten.
Von Feen, Elfen und anderen Kreaturen,
In unserer Vergangenheit hinterließen sie Spuren.

Ich fange an zu lesen, von den alten Geschichten,
Legenden, Sagen, von denen so viele berichten.
Über Königreiche, Türme und alte Schlösser,
Von Rittern und Helden, auf ihren weißen Rössern.

Die Geschichte beginnt, in einem endlos grünen Tal,
Und endet mit einer Hochzeit in einem großen Saal.
Doch dazwischen, da passieren allerlei Dinge,
Vom Küssen durch Lippen, bis  zum Kämpfen mit Klinge.

Ich fahre weiter mit dem lesen fort,
Und es nimmt Gestalt an, mit jedem Wort.
Jede Blume, jedes Gras, und jedes Leben wird real,
Mit jeder Seite, steigt ihre Zahl.

Ein junge, nur 18 Jahre haben sein Leben verstrichen,
Ist er dem Monster nicht gewichen.
Er stand für seine Liebe und seinen Mut,
Er stand mit beiden Beinen in Schweiß, Tränen und Blut.

Er schritt für seine Liebe aus dem Leben,
Um sie zu retten, sein eigenes geben.
Doch sahen Engel das ganze Spiel,
Sein Atem kam wieder, so nah vor dem Ziel.

Er rettete sie, die er zu Lieben begann,
Durch ihre Rettung er, ihr Herz gewann.
Er bat sie, seine Frau zu sein,
In einem Saal sollte es geschehen, dort gänzlich allein.

Nur der Mond scheint durch die Fenster zu glühen,
Mit einem Mal, wollten alle Blumen blühen.
So auch ihre beider Herzen, im Einklang auf der Waage,
Sie lebten glücklich bis zum Ende, ihrer beider letzter Tage.

Mit diesen Worten, schließe ich das Buch,
Für heute Abend, ist es genug.
Schlaf nun ein und Träume süß, du darfst dir deine Geschichte wählen,
Denn morgen Abend, werd ich dir ein neues Märchen erzählen.

Freitag, 30. März 2012

- 240 - Wenn Welten verschmelzen

Eine Welt die mich zu Tränen rührt, nie geglaubt sie je zu erblicken,
Ist es deine Welt, nicht meine, die mir so gefällt.

Ich bin erstaunt, gerührt und leicht schockiert, nicht früher dort gewesen zu sein,
Ist deine Welt anders, schwerelos, und trotzdem etwas was mir gefällt.

Kann mich glücklich schätzten, selbst unter Tränen verschwommen zu sehen,
Deine Welt zu sehen, mit deinen Augen, was mir gefällt.

War der Meinung es niemals zu können, doch bin ich genau in diesen Moment,
Beim erblicken deiner Welt, wie es mir doch gefällt.

Mag dies vielleicht der Anfang von etwas sein, was ich glaubte nie zu verstehen,
Doch so versteh ich dich mit deinen Augen, eine Welt die mir gefällt.

Kann dir mein Herzschlag nicht beschreiben, so wild, verrückt kaum zu ertragen,
Doch erträgt es deine Welt, weil es dir gefällt.

Du hältst mein Herz ruhig in deinen Händen, kühl und sanft,
Als wäre dieses Herz, Teil, ein Teil deiner Welt, ein Gedanke der mir gefällt.

Ich werde nie aufhören mein Herz schlagen zu lassen, wenn ich weiß,
Ja weiß das diese Herz deine Welt ist, etwas was dir gefällt.

Doch werde ich dir etwas zeigen was du niemals zu erblicken glaubtest,
Meine Welt, etwas was dir vielleicht gefällt.

Nur einen Augenblick, keinen Herzschlag lang, halte ich deine Hand,
Denn meine umfasst die deine, und zwei Welten beginnen zu verschmelzen.

Ich führe dich, an deiner Hand, zu einem Spiegel und du blickst rein,
Du glaubst nicht zu verstehen was ich meine, bis ich dir in deine Ohren flüster.

Du bist meine Welt und ich die deine.

[Wenn Welten verschmelzen, dann beginnen wir zu Lieben]

Donnerstag, 29. März 2012

- 239 - Schnellen Schrittes

Schnellen Schrittes, durch die Nacht, vom Vollmond Licht wir umhüllt,
Dumpfes Stampfen in des Moores Wege, wo dir deine Träume erfüllt.
Du warst der Zeit kein Hindernis, bewegst dich im Laufe mit,
Folgst du den Schatten dieser Nacht, ihren Spuren mit jedem Schritt.

Als könntest du alleine die Welt bewegen, stampfst und wagst du dich Orten nah
Dem Moor, dem Mond, der Lichtung, dein Erscheinen macht dir klar.
Kein Hindernis, keine Last, nein und auch kein Stein scheinst du zu sein,
Blicke tiefer in dein Inneres, in deine Gedanken, deinem Sinn hinein.

Schnellen Schrittes, durch die Nacht, die Dämmerung uns naht.
Verlangsamt die Bewegung, in der man nun verharrt.
Nur die Brust hebt und senkt sich noch, der Atem fällt dir schwer.
Vom Tuch des Mondscheins einstig geküsst, doch berührt es dich nicht mehr.

Erst als die Sonnenstrahlen, das Tuch ergriffen und ganz von der Haut niederrissen,
Da weckte es in unsrem inneren, unser altes Gewissen.
Der Grund dessen wir schnellen Schrittes gingen, der Grund wir die Schatten suchten,
Nicht weil wir ihnen folgten, weil wir etwas wagten zu versuchen.

Wir wollten uns in ihnen verstecken, selbst wenn wir durch alte Moore schritten,
Doch verbergen die Schatten etwas in uns, woran wir so lange litten.
Wollten wir dem nur entgehen, denn eine andere Möglichkeit sahen wir nicht,
Doch in dem Moment als wir begriffen, da kam auch schon das Licht.

Die Sonne blendete, doch gab sie unseren Körpern freies Geleit,
Von all den Schrecken und Ängsten wurden wir befreit.
Wir waren nicht das Hindernis der Zeit, denn die Zeit waren unsere Ketten,
Erst mit dem erlangen unseres alten Gewissens, können wir uns retten.

Wir brauchen nicht durch die Moore fliehen, wir müssen starken Schrittes einfach gehen,
Mit aufrechtem Körper, der Sonne entgegen sehen.
Meine Mut zu packen, und aufhören zu rennen,
Anfangen damit, mich selber zu kennen.

- 238 - Wörter wie Liebe


Ich muss mir selber gestehen das es Wörter gibt,
Denen wir zu glauben gelobten sagten.
Doch nicht bewusst waren,
Zu wissen sie wirklich zu benutzen.

Als Beispiel nehmen wir uns das Wort Liebe,
Wir lieben vieles doch nichts lieben wir so sehr,
Wie das Wort Liebe zu benutzten,
Ohne zu wissen, welchen Nutzen es hat es zu benutzten.

Wir verschwenden unseren Atem, verschwenderisch in den Momenten,
Wo wir denken der Moment wäre gekommen, etwas Vortreffliches  zu sagen.
Doch nur um dann in den kommenden Momenten zu erfahren,
Das wir uns wirklich blöd vorkommen.

Ich kann so oft behaupten eine Person zu lieben,
Ohne diese Person wirklich zu kennen.
Manchmal glaube ich zu glauben,
Das es vielleicht besser wäre in dieser Gesellschaft nicht in der Lage zu sein.

Einander zu lieben, weil die liebe ein Wort ist,
Wie es andere Wörter auch sind, bedeutungslos.
Doch können diese Wörter etwas bedeuten,
Wenn wir ihnen Bedeutung einhauchen.

Mich macht es traurig zu sehen, wie wir uns selber richten,
Ohne die richtigen Worte gefunden zu haben um alles wieder gerade zu biegen.
Doch vielleicht biegt ein Gedanke an der Richtigen Biegung,
Ein, und gibt uns den Wert der Wörter wieder.

Wir lernen vieles über das Leben,
Doch sollten wir uns selber lehrreich lehren,
Die wahren Lehren des Lebens zu leben,
Um wahrlich einander zu lieben.

- 237 - Der Geschmack deiner Lippen

Kann ich diese Lippen einfach nicht vergessen, die ich leider nie gewagt zu küssen,
Ich ihnen endlos nachträume, obwohl ich nie berührt. Die deine mit den meinen,
Viel zu schön es doch gewesen wäre, zu schmecken wie sie schmecken,
Nach Rosen oder Äpfeln?

Denn nur so, ja so rot wie sie zu sein schein,
So müssen sie auch schmecken.
Meine Neugier lässt mich träumen, von dir und deinen Lippen.
Sinne die sich überkreuzen und doch, ohne jegliche Berührung.

Scheinen deine Lippen in Flammen zu stehen,
Verführerisches Feuer in ihnen lodert,
Es wohl Wert zu sein scheint,
Sie nur einmal zu küssen.

Wahn der mich überfällt, jede Nacht, eine Nacht oder keine Nacht?
Ich träume Dinge, die vielleicht nie ein anderer zu träumen gewagt.
Denn diese Lippen, und dieses Lächeln mit ihnen,
Nie gewagt zu vergessen, als hättest du mich mit ihnen geküsst. Mit dem Kuss sich in mich gebrannt.

Ein Mal welches ich nicht eintauschen würde,
Ein Zeichen ich an mir trage.
In meinem Herzen und an meinem Herzen,
Das selbst im Traume ich sie möcht nur einmal lieblich berühren.

Und mit der einen brennenden Frage, ich deinen feurigen Lippen begierig trachte,
Sie zu schmecken und du die meine,
Ob es Apfel, Rose oder gar Kirsch sein könnt,
Ich dich vielleicht wag zu küssen, wenn du mich lässt.

Um zu erkennen das der einzige Geschmack, denn ich schmecken werd,
Deine Liebe sein wird.