Donnerstag, 29. August 2013

- 809 - Ich erinnere mich

Immer weiter wollen wir fallen,
Tiefer und tiefer.
Pressen wir nieder,
Auf den eiskalten Stein.


Mit den Ohren auf dem Boden,
Mit den Herzen in den Wolken.
Hören wir sie schlagen,
Hören wir sie schlagen.


Pressen Lippen aufeinander,
Als gäbe es keinen Morgen.
Schlagen auf und brechen auseinander;
Als wären wir aus Glas.


Zerspringen in tausend Scherben,
In zehntausend kleinere Splitter.
Durch die Luft,
Durch die Luft.


Bis es nichts mehr gibt was uns am Himmel hält,
Fallen wir, fast schwerelos.
Kalt scheint all die Erinnerung,
Die uns vor dem Aufprall bleibt.


Vielleicht fällt es uns wieder ein,
Wer wir waren.
Nein,
Wer wir sind.


Und meine Erinnerungen scheinen mich zu betrügen,
Verschwommene Sicht wie im Dunst einer Wolke.
Dort fühlte ich mich gefangen,
Hier weder erlöst noch befreit.


Ich erinnere mich,
Erinnere mich endlich wieder.
Wer oder was ich war,
Ich war ja nur ein.


Ein einzelner Regentropfen.

Sonntag, 18. August 2013

- 808 - Mit dem Kopf in den Wolken

Wir glaubten einst, alles zu wissen,
Jeden Kuss, jeden Tag ohne jemals zu missen.
Und ohne jemals nur einen Hauch davon zu schmecken,
Brauchten wir uns niemals zu verstecken.

Denn von hier oben konnten wir alles sehen,
So hoch hinaus, alles verstehen.
Mit dem Kopf in den Wolken und dem Herz in den Händen,
Dazu bereit es endlich zu verwenden.

Für die Dinge von denen wir bereits so viel hörten,
Ohne das Bild der Gesamtheit zu  zerstörten.
Denn Träumer wie wir finden wahres Glück,
In jeder Geschichte, in jedem Stück.

Was kann uns hier oben denn jemals geschehen,
Wo wir Wolken erkennen, wenn wir uns drehen.
Oben die Sterne und unten die Erde,
Mit jedem Schritt, mit dem ich ein bisschen mehr werde.

Werde ich träumen, schlafen und schlummern,
Stellen uns in die Reihe und ziehen dort Nummern.
Warten darauf, dass Dinge geschehen,
Ohne auch nur ein Wort zu verstehen.

Denn wir stecken bereits mit beiden Ohren,
Zwischen den Wolken, dort hinein geboren.
Und wir lächeln, denn sowas tun wir hier,
Also komm herauf zu mir.

Mit dem Kopf in den Wolken lässt es sich leben,
Also lass es mich dir zeigen, dir etwas davon geben.
Ein Stück von den Wolken, ein Stück von mir,
Ein Stück eines Träumers.

Ein Stück der Ewigkeit.

Montag, 12. August 2013

- 807 - Freunde helfen einander

Ich denke es ist schwierig im Leben Menschen zu finden die einem wichtig werden, denen dir viel am Herzen liegt. Es ist wichtig diese Menschen zu zeigen wie viel sie einem doch bedeuten, denn niemand weiß wohin die Wege einen führen werden. Dabei spielt es keine Rolle wer diese Menschen sind, woher sie kommen und woran sie glauben. Alles worauf es ankommt ist, dass man sich bei diesen Menschen wohl fühlt.

Es liegt an uns selbst, diesen Menschen zu zeigen welchen Wert sie für uns haben, dass wir uns nicht von ihnen abwenden egal wie sie sich entscheiden werden, dass wir hinter diesen Menschen stehen wenn sie uns brauchen. Um einen anderen Menschen zu lieben bedarf es doch gar nicht diese Gefühle erwidert zu bekommen, wenn uns diese Menschen etwas bedeuten dann sind wir bereit ihre Entscheidungen zu respektieren.

Ich glaube es ist so endlos schwierig wirklich besondere Menschen in seinem Leben zu finden, deshalb sollten wir nicht versuchen sie an uns zu ketten, doch gehenlassen sollten wir sie auch nicht. Diese Menschen sollten stets wissen, dass sie einen Platz in eurem Leben haben, denn wenn sie sich zurückziehen wollen, dann lässt ihnen eben genug Luft zum Atmen, genug Zeit zum Denken. Sie laufen schon nicht weg, wenn ihr sachte mit ihnen umgeht.

Menschen sollten lächeln, deshalb möchte ich eben andere Menschen glücklich machen. Ich stehe hinter meinen Freunden und ihren Entscheidungen, ich möchte ihnen dabei zugucken wie sie in ihrem Leben wachsen und sich entwickeln, wie sie sich machen und etwas im Leben finden was ihnen viel bedeutet. Dabei werde ich ihnen niemals im Wege stehen, eher reiche ich ihnen noch eine Hand dabei.

Denn dies tun Freunde doch, sie helfen einander.

Sonntag, 11. August 2013

- 806 - Einsamkeit ( Tanka )

Bei all der Nähe,
Die zwischen dir und mir herrscht.
Wie kann es dann sein,

Dass ich mich nie einsamer,
In meinem Leben fühlte?

- 805 - Lass mich kosten

Ich dürste schon seit langer Zeit,
Nach deinem Blut und deinen Lippen.
Vereint in einem Kuss, den möcht ich so gerne,
Verinnerlichen.

Doch wo mir bald der Atem fehlt,
Bei all dem Wasser um mich rum.
Schwimme ich nicht, doch geh ich nicht unter,
In der Masse dieser Welt.

Ich höre dich nicht, du bleibst mir stumm,
Deine Stimme ein großes Rästel.
Habs nie gelöst und nie verstanden,
Doch sehne ich mich, dich zu hören.

Lass mich kosten, endlich kosten,
Von den Lippen aus meinen Träumen.
Lass mich kosten, bitte kosten,
Den Geschmack der mir auf der Zunge liegt.

Lass mich kosten, einfach kosten,
Den ersten Kuss seit langer Zeit.
Lass mich kosten, sehnlichst kosten,
Wie deine Lippen...

Auf den meinen schmecken.