Mittwoch, 31. Oktober 2012

- 502 - "Ist Liebe eine Sünde?"

Die Wolken flogen dicht über der Erde, als wollten sie die Erde liebkosen. So kam es mir jedenfalls vor. Als ich aus der Tür ins Freie trat, blickte ich direkt auf eine dichte Nebelwand zu. Ich schwänkte meine Arme wie Fächer hin und her, während ich mir einen Weg ins Innere der Nebelwand erkämpfte. Langsam ließ ich meine Arme sinken, wortlos folgte ich den steinerenden Platten die vor mir in den Boden eingelassen waren. Stille überkam mich denn es war mitten in der Nacht, der einzige Ton der mich begleitete, war das leise Stampfen meiner Schuhe. Am Tag war es eine wunderschöne Gegend, abseits der großen Stadt, nahe gelegen an einem See so gigantisch, als wäre es das Paradies. Zu jeder Jahreszeit fand sich ein eigenständiger Zauber ein. Im Frühling blühten die schönsten Blumen, fast so als wäre es der Garten Edens. Im Sommer war das Wasser durchsichtig wie Glas, man sah bis zum Grund die Reinheit und Unberührtheit. Im Herbst lagen die Blätter über alle Wege verstreut, fast so als würden die verschiedenfarbigen Blätter ein Gemälde ergeben. Im Winter, im Winter jedoch war ein gänzlich anderer Zauber zu finden, das Wasser gefror zu einem kristallenen See aus Eis, die gesamte Landschaft wurde überzogen mit einer Schicht aus Schnee und der Wind, der Wind sang ein Lied welches ich nie zu hören geglaubt hätte.

Verloren in meinen Gedanken schritt ich durch den Nebel hindurch, man konnte kaum seine eigene Hand in der dichten Nebelwand erkennen. Ich schritt voran weiter und weiter als ich etwas vernahm, ein Echo. Verwundert blickte ich mich um, der Enttäuschung nicht fern da ich nicht erkennen konnte, doch ein merkwürdiges Gefühl überkam mich. Da war es wieder, ein Echo, unverständlich, ein leises Wispern, kein Wimmern. Die Stimme einer Frau vernahmen meine Ohren, undeutlich und doch war sie nicht fern, fern meiner momentanen Position. Ich schritt voran und das Echo nahm an Stärke zu, immer kräftiger schien die Stimme im Nebel zu erklingen. Liebkost von der lieblichen Stimme, der plötzlichen Wärme die mich überkam, eingeschlossen in der kalten Nebelwand. Meine Schritte wurden immer schneller, ich schritt und schritt weiter vor, die merkwürdiges Gefühl überkamen mich immer mehr, sie gewann an Kraft. Was würde ich entdecken hätte ich die Quelle erst einmal entdeckt, würde es mir den Zauber rauben? Würde meine Illusion mich enttäuschen oder würde es mir das Herz erwärmen? Fragen häuften sich immer weiter an, die Ängste davor nicht jenes zu finden was ich suchte waren groß. Doch mein Versuch und meine Schritte nahmen nicht ab, sie steigerten sich, bis aus meinem Gehen ein schnelles Laufen wurde.


Ein Nebelecho umwarb mich, es griff nach meinem Herz denn so sehr versuchte ich es zu entdecken.
Mein eigenes Nebelecho welches ich in der unbekannten Dunkelheit fand oder fand es gar mich?
Wurde ich in der unbekannten Fremde entdeckt? Von dem fremden Echo einer fremden Welt?
Ich lief und lief, es knackte und knackte, nicht bewusst was um mich herum geschah.
Doch die Welt war in einem Wandel getreten und ich mit ihr. Immer noch im Nebel gefangen, auf der Suche nach meinem Nebelecho, da Schritt ich wohl durch Raum und Zeit. Die langsame Kühle die an Kälte gewann, immer kälter und kälter bis hin zu einer kalten Decke. Ich Lief durch den Nebel direkt auf einer geschlossenen Schneedecke. Was geschah bloß um mich herum, die Zeit sei noch nicht gekommen, dass dieser Zauber hier entstand. Die Jahreszeit brach noch nicht an, doch schritt die Welt in einem Wandel, sollte denn nicht Frühling sein, sollten nicht bald die Blumen erblühen? Verunsichert verlangsamte sich mein Lauf und aus einem schnellen Lauf, wurde ein langsames Gehen. Das Echo wurde lauter und lauter, dennoch konnte ich die Worte nicht vernehmen, unverständlich erklang es in meinen Ohren, Verunsicherung.


Mitten im Nebel, dort wo ich gefangen schien, umhüllt von einem Echo welches mich so wärmt, mich und mein Herz in meiner Brust. Wo die Kälte zunahm in einem Winter, in einem Winter der nicht sein durfte. Die Zeit geriet in einen Wandel, drehte sie sich gar zurück? Doch wie nur, wie konnte dies geschehen, geschah es gar aus Zufall? Ich blieb stehen, denn auch die Kälte griff mit leisen Schritten nach mir. Doch mit einem Mal riss mich etwas an meiner Hand, fast so als hielte jemand sie und mit einem Mal lief ich, ja ich lief einem Licht entgegen.
Vor mir schien eine Silhouette zu entstehen, eine junge Frau wenn ich richtig sah. Erwärmte es mir mein so junges Herz, ich wusste nicht was mit mir geschah. Die Silhouette gewann an Deutlichkeit, die Formen wandelten sich gar in ein Bild und mit dem Bild das Echo. Sie hielt meine Hand fest umschlossen, bereit mich aus dem Nebel zu führen, war dies mein Nebelecho welches ich zu finden versuchte. Dennoch versagte ich bei dem Versuch, denn mein Nebelecho mich dort fand, eingeschlossen in der Kälte und der Nebelwand. Ich rief ihr hinterher, wer sie wär und was sie sei, doch im Gegenzug fand ich ihr Wispern wieder. Sie sprach als wäre sie der Wind oder dem Wind entsprungen.

Mein Herz erfüllt von völliger Wärme, nie gewagt zu fühlen was ich nun fühlte. Gemeinsam schritten wir durch die Nebelwand, dort hinter wo das Unbekannte lag. War dies wirklich der Ort den ich Heimat nannte, gehüllt in Schnee und Eis, der See auf dem wir hier nun wandelten.
Du ließest meine Hand nicht einmal los, denn so hielt auch ich die deine fest Umschlossen. Wir standen auf dem See aus puren Eis, fast so als wäre dies ein Traum. Doch die Zeit die stand in einem Wandel und mit ihr auch ich. Du hieltest an und drehtest dich um, nie erwartet dies zu finden, obwohl nicht ich es war der dich fand. Denn schließlich war es das Nebelecho welches mich finden sollte, eingeschlossen in der Nebelwand. Hätte ich nie erwartet in ihre Augen zu blicken, eher gedacht in einem strahlenden blau zu vergehen, doch versank ich in den grünen Augen, die der Frühling innewohnte. Wir blickten einander lange an, kein Wort aus meinen Lippen, fanden deine Ohren denn es raubte mir die Sprache. Hätte ich nie gewagt es einmal zu erleben, was hier geschah, den Zauber wirklich zu erleben.


Alte Legenden die man sich erzählte, von dem Zauber der Jahreszeiten die diesem Orte innewohnen.
Ergriffst du meine Hand in der dichten Nebelwand, fandest mich wo mich niemand finden sollte.
Als wärst du glatt einem Traum entsprungen, doch waren deine Berührungen so real. Die Zeit und die Welt standen im Wandel, drehten sich rückwärts Richtung vergangener Tage.
Doch ich gefangen in diesem Traum der gar kein Traum zu sein schien, wohin führtest du mich bloß.
Ich sah dich an als wärst du nicht real, in die Augen so grün als wären sie die Natur. Und langsam vernahmen meine Ohren deinen Gesang, deine Stimme bebte, pulsierte und wehte wie der Wind. Ja gar als wärst du der Wind persönlich. Deine Stimme die wie ein Echo erklang, überall zu hören man dich vermochte. Doch erst jetzt so nah ich vor dir stehend, vernahm den wahren Sinn. Tief blickend in deine Augen, als hätte ich mich in den Wind verliebt, führtest du mich in diese ach so fremde Welt. Du mein Nebelecho welches ich zu finden versuchte, ich dennoch versagte weil du mich fandest. Ich lauschte Stunde um Stunde deiner Stimme, keine Kälte könnte mich je ergreifen. Denn viel zu warm du mein Herz erfüllst, die sanfte Berührung die sich in mich brannte und in mich die Erinnerung. Dein Lied, dein Gesang welches in leises Summen überging, fortgetragen wurd wie vom Winde selbst.


Ich stand dort lange bewegungslos, still als würde sich die Zeit noch einmal wenden, doch dies war nicht der Fall. Nun stand ich vor dir, meine Augen die auf deinen ruhten, der Blick den ich nicht nehmen konnt. Öffneten sich deine Lippen, ein leises Wispern welches ich vernahm. Doch so klar in meinen Sinnen, so klar hörte ich dein Wispern. Du warst mein Nebelecho in der unbekannten Fremde, du bist mein Nebelecho aus einer fremden Welt. Die Frage die du mir gestellt, mich so berührte und dennoch so verwirrte. "Ist Liebe eine Sünde?"

Die Antwort fanden wir in einem zerbrechlichen Moment, der Zauber schien nach Vollendung zu rufen, meine Lippen öffneten sich, ich wollte dir etwas sagen. Doch hier in diesem zerbrechlichen Moment fanden meine Gedanken etwas Passenderes. Meine Lippen schlossen sich, meine Augen die in deine sahen, und langsam spürten wir einander Wärme, als meine Lippen, auf den deinen ruhten.

Und ich verliebte mich in die Natur höchstpersönlich.

- 501 - Homosexualität

Wer hat je behauptet es gäbe ein Handbuch für dieses Leben?
Wer hat uns vorgeschrieben das Leben so zu leben wie es andere wollen?
Die Zeiten waren einstig dunkel, doch ein Licht scheint schon nah,
So nah das wir die Wärme spüren, die Wärme der Quelle.

Doch wenn wir unseren Weg erst einmal gefunden haben,
Mag er steinig sein und schwer.
Darf die Hoffnung uns versiegen,
Wenn das Licht so fern erscheint?

Viel zu oft vergessen wir dass wir einfach Menschen sind,
Der Druck an denen so viele vergehen.
Wenn wir vergessen die zu sein die wir wirklich sind,
Weil wir anderen gefallen wollen.

Manche wollen nicht auffallen mit dem was sie tun,
Sie lassen es sein, hintergehen sich lieber selbst.
Sie leben ihr Leben als wäre es die Wahrheit,
Doch leben sie eine Lüge.

Niemand kann einem verbieten so zu sein wie man ist,
Natürlich gibt es Regeln und eine Ordnung.
Wir müssen uns an manchen Dingen nun einmal halten,
Doch wer schreibt einem vor das Leben so zu leben, wie sie es von uns verlangen.

Woher kommt der blinde Hass gegen Homosexuelle?
Weil sie etwa anders seien?
Ich sehe in ihre Augen und sehe Augen, ich rede mit ihnen und höre Wörter,
Ich lache mit ihnen, so wie ich mit anderen lache.

Wo ist das Problem in eurer eingeschränkten Sicht?
Brennen sie etwa in der Hölle weil sie eurem Standard nicht angehören?
Macht es sie etwa weniger zu Menschen als wie wir es sind?
Blockiert ihr diese Fragen mit einer eingebrannten Meinung die andere verurteilt.

Verurteilt bevor ihr sie eigentlich kennt,
Was müssen diese Menschen erleiden weil sie sich verliebt haben?
Leben sie als wären sie Romeo und Julia,
Gespalten durch den Hass, niemals in der Lage offen zu zeigen was sie fühlen?

Es gibt kein Handbuch für dieses Leben,
Und auch in keiner Hölle werden sie brennen.
Denn Menschen bleiben Menschen,
Egal wie sie sich verlieben.

Wer behauptet Homosexualität wäre ein Verbrechen,
Würde gleichermaßen behaupten es wäre ein Verbrechen zu lieben.
Ist es nicht jedem Menschen selbst überlassen in wem er oder sie sich verliebt,
Wen kümmert es denn wenn sich zwei gleichgeschlechtliche Menschen lieben?

Ihr müsst es doch nicht tun, Homosexualität ist keine Schande,
Die einzige Schande liegt in den Menschen, die nicht in der Lage sind Akzeptanz zu entwickeln.
Anderen Menschen gegenüber, die ihnen mit einem Grinsen im Gesicht entgegen treten,
Und sie behandeln würde wie sie es verdienen, wie ein Mensch.

[ Jedem Menschen sei es frei zu wählen welche Art des Lebens sie führen wollen, wir haben nicht das Recht in das Leben eines anderen einzugreifen. Ganz gleich wie wider der Natur es uns erscheinen mag. Homosexualität ist kein Verbrechen und das wird es niemals sein. Jeder Mensch hat das Recht sich so zu verlieben wie sie es für richtig erachten. Denn jeder hat das Recht auf ihr eigenes Märchen und auf ihr eigenes Glück. ]

- 500 - Eine Welt in tausend Teilen



Du fühltest dich wohl in deiner heilen Welt,
Alles hatte seinen Platz, alles war so wie es dir gefällt.
Du legtest dich in dein Bett, wissend die Ordnung wäre intakt,
Doch war die Welt entstellt und vertrackt.


In deinen Träumen riss die Welt in tausend einzelne Stücke,
Du fühltest die Welt sterben und ihre Eindrücke.
Durch eine Menschheit die das Leben hat verlernt,
Sich langsam vom Leben hat entfernt.


Der Mensch der die Welt zugrunde richtet,
Sich in den Pelzen von Tieren schichtet.
Schichtet und verscharrt in den Heiligtümern unserer Natur,
Unbekümmert und ganz stur.


Der Mensch der keine Gnade kennt,
Und langsam die Welt verbrennt.
In tausend Teile zerschlägt und die Ordnung zerbricht,
Durch ein viel zu großes Gewicht.


Du fühltest dich wohl in deiner heilen Welt, doch war sie nur eine kleine einer großen,
Und wir sahen nicht mit den Augen, nicht mit den bloßen.
Welche Untaten um uns herum geschahen,
Weil wir nur unsere eigene kleine Welt dort sahen.


Du träumtest von dem Untergang, der Welt wie sie wahrlich ist,
Und wenn wir daran vergehen, werden wir nicht vermisst.
Einzig und allein vergießt man Tränen einer geschundenen Welt,
Auf der es dann kein Leben mehr hält.


Durch eine Menschheit vergangen und zersprungen,
Ist es der Menschheit tatsächlich gelungen.
Ein Kunstwerk in diesen Maßen zu zerstören,
Weil die Menschheit dachte ihr würde alles gehören.


Nie erkannt das wir nur Besucher sind,
Wir nicht regieren über Sturm und Wind.
Wir eigentlich nur Zuschauer waren von wunderbaren gestalten,
Die diese Welt wirklich am Leben halten.


Du träumtest davon dass die Welt in tausend Teile bricht,
Die Welt die in deinen Träumen zu dir spricht.
Ein Stückchen heilen kann durch den Trost den du ihr gibst,
Weil du wieder anfängst und diese Erde liebst.


Für all das was sie uns gibt und uns sehen lässt,
So hältst du daran fest.
Und eine unbekannte Ordnung kehrt für dich ein,
Denn du willst ein Teil dieser Natur sein.


Du legst dich in dein Bett mit guten Gewissen,
Willst du keinen Tag länger die Welt vermissen.
Und ihr danken für all die Gaben die sie und verspricht,
Bis wir von ihr nehmen, ein fatales Gewicht.


[ Einen ganz großen Dank an Jana die mir die Idee für diesen Text gegeben hat // Und wieder einmal Blicken wir auf das Leben, als wäre es eine Selbstverständlichkeit. Doch sollten wir das Leben und die Welt mit jedem Tag lieben und ehren, denn es ist das größte Geschenk welches man uns machen konnte. Ein Teil dessen zu sein. ]

- 499 - Nostalgie

In einer grauen Welt der Nostalgie, fühle ich mich so geborgen,
Der kalte Wind der Vergangenheit und die warme Sonne am Morgen.
Eine Zeit die sich erhalten könnt, würde man sich daran erinnern,
Doch vergaß man ihre Stunden und so konnte man ihren Wert nur mindern.


Zahnräder die sich langsam drehen, der Dampf der uns entgegen speit,
Viel zu oft vergessen ist die Nostalgie, in dieser Zeit.
Dort blickte man einstig zur Taschenuhr, die Zeit ist nicht gekommen,
Doch hat man den Wert und ihr Wesen, der Nostalgie genommen.


Wenn Erinnerungen schwinden, im Dampf langsam vergehen,
Dann bleiben Stunden und ihre Taten ungesehen.
Ungehört und völlig vergessen, wird alles was einmal war,
Die Nostalgie und die Erinnerungen sind bald schon nicht mehr da.


Das Klappern der Zahnräder in meinen Ohren, mein Gedächtnis spielt verrückt,
Nie gesehen und nie gehört, ist mir jedoch was missglückt?
Meine Erinnerungen die mich trügen, die graue Welt die ich so mag,
Die Nostalgie und das Gewesene, vereint in einen Tag.


Wo Zahnräder ihre Spuren zogen in dem Sand und in der Zeit,
Doch wohin sind all die Erinnerungen, ist es denn so weit?
Wird vergessen was einstig wichtig war, haben sich Veränderungen vollzogen,
Oder spielt uns die Erinnerung einen Streich, wurden wir betrogen?


Wo das Herz den Weg nicht mehr nachhause findet, finden wir dort unseren Weg?
Wird die Nostalgie erhalten bleiben, wenn ich meine Taschenuhr in fremde Hände leg?
Wird ihr leises Ticken niemals vergehen oder bald eine blasse Erinnerung sein?
Wohin nur, wohin soll ich sie legen, wohin lege ich sie hinein.


Wird die Nostalgie mich nicht mehr packen, habe ich sie wie die Erinnerungen begraben,
Und vielleicht mit ein bisschen mehr Passion, erhält die graue Welt mehr von den Farben.
Alte Zeiten die mich umarmen, mein Herz am rechten Fleck,
Die Uhr in deinen Händen, die Vergangenheit schon lange weg.


Ich sitze hier mit dem Blick gerichtet, auf längst vergangene Zeiten,
Auf Menschen aus der Vergangenheit die mich heute nicht mehr begleiten.
Mit Nostalgie in meinem Herzen, wird die Nostalgie jemals vergehen?
Mit einem kleinen Schwenker meines Blickes, kann ich in die Zukunft sehen.


Auf eine Zukunft der ich mit einem Lächeln entgegen trete.

- 498 - Die Liebe zwischen zwei Menschen

Mitten in der dunklen Nacht, welches die Stille Heimat nennt,
Wo viele Schatten wohnen und sie niemand kennt.
Dort liebkosten wir unsere Lippen wie nie zuvor,
Langsam sprechend in mein Ohr.


Eingetröpfelt wie einen Trank,
Als der eine Körper in dem des anderen versank.
Als sich Lippen küssten und Augen erwachten,
Wenn zwei Menschen nach der Liebe trachten.


Wenn seine Hände ihren Körper mit Wärme übergießen,
Leise stöhnend und genießend.
Zwei Menschen einen Bund eingehen,
Und nur leise die Stimme verstehend.


Sie sich die Liebe schwören wie sie es niemals taten,
Gemeinsam in die Schatten traten.
Um dort ihre Körper einander zu geben,
Als würden sie ein gemeinsames Leben leben.


So fanden ihre Augen Halt an dem was sie fand,
Wärme haltend, Hand in Hand.
Einander hingaben als wäre dies ihre letzte Nacht,
Die sie jemals hätten gemeinsam verbracht.


Er hielt sie fest und sie hielten inne,
Sie lauschte ihm und seiner Stimme.
Als er ihr die Sterne vom Himmel versprach,
Und sie einfach in seinen Armen lag.


Sie küssten sich zärtlich und außer Sinnen,
Ihre Lust überkam sie, es gab kein Entrinnen.
Von der Lust gepackt fanden ihre Körper Schutz,
In der Wärme von jedem einzelnen Kuss.


Sie schenkten sich mit jeder Berührung und Emotion,
Dass ihrer beider Herzen Liebe inne wohnen.
Und jener Reiz der sie beherrscht und führt,
Dass sie ihn mit ihren Sinnen verführt.


So schmeckte er ihre Lippen, roch den Duft auf ihrer Haut,
Er hörte ihr lautes Atmen, und er sah die Augen in die er schaut.
So grün, ja grün wie ein Meer der Natur, doch dies, dies mochte ihn nicht zuletzt verführen,
Es war ihr Herzschlag in ihrer Brust, er konnte ihn spüren.


Sie versanken in den Schatten, in der Heimat der Stille,
Zwei Körper wurden eins, so war es nun ihr Wille.
In der Nacht verborgen dort fand man Liebe,
Die Liebe zwischen zwei Menschen.