Montag, 31. Dezember 2012

- 600 - Wunderkerzen Tanka

Der Geruch von Rauch,
Ein Himmel so strahlend hell.
Über uns ein Knall.

Knisternde Wunderkerzen,
Durchwandern die schrille Nacht.

- 599 - Im Wandel der goldenen Lichter

Wir kosten das Leben in süßen Momenten,
Nur um zu merken was wir gar verstehen.
Die Welt heut in ihren Wandel tritt,
Ein letztes Mal, ihre Sterne sehen.

Denn trister Nebel mag heute Nacht verschwinden,
Wo Kerzen entzünden und Blumen brennen.
Einmal im Jahr von Anfang bis Ende,
Oh Neujahr wir dich heute nennen.

Mögen unsere Ziele und in Erfüllung gehen,
Ein gutes Jahr das soll es sein.
Drum möchte ich das wir alle Lächeln,
Lachend feiern wir dort nun hinein.

Zünden Kerzen an und verbringen die Zeit mit den Lieben,
Feuern Raketen hoch in die Luft wo sie vergehen.
So mögen wir uns in goldene Lichter tauchen,
Wollen in einem Regen aus Lichtern nun ergehen.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr,
Mögen die Dinge wahrlich gute Wege wählen.
Lasst es euch stets gut ergehen,
Es soll euch an Nichts im Leben fehlen.

Genießt jeden Tag auch im neuen Jahr,
Denn jeder Moment bleibt unvergessen.
Die Zeit die wir mit denen verbringen,
Die wir lieben und als wunderbar ermessen.

Lasst uns nun hoch zum Himmel blicken,
Die Nacht zum Tag erstrahlen lassen.
Unsere Lieben umarmen,
Und sie noch einmal umfassen.

Wünsche entstehen, Wünsche erfüllen,
Träumen Träume und lassen sie Wahrheit werden.
Drum blicken wir hoch zum Himmel,
Wo wir ihn in bunten Lichtern färben.

Macht es gut und lasst es euch besser ergehen,
Im Wandel zwischen alt und neu.
Ich blicke ihm mit einem Lächeln entgegen,
Ein Jahr worauf ich mich wirklich freu.

[ Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr, ich hoffe alle eure Wünsche und Ziele mögen möglichst in Erfüllung gehen, strahlt den Tagen des Jahres 2013 mit einem Lächeln entgegen und genießt jeden Moment den ihr habt. ]

Samstag, 29. Dezember 2012

- 598 - Triste Magie

Erheben wir uns in den blauen Himmel lasst uns wie Kometen durch die Wolken brechen und der Welt die Sterne zeigen. Lösen wir die Stürme von ihren Ketten und lassen die Blätter durch die Straßen fegen als würden sie die Welt von allen Schäden säubern. Brechen wir den Schnee von den Bergen ab und lassen ihn auf die Welt niederfallen. Wir wandeln als Besucher auf dieser Ebene des Seins, betrachten die Wunder und ihre Zauber. Magie umwirbelt uns und wickelt uns in eine warme Decke der Geborgenheit. Lasst den Regen fallen der alle Sünden und alle Missetaten von uns wäscht, begeben wir uns auf eine Reise. Mögen unbekannte Eindrücke uns berauschen als wären wir Neugeborene. Sollen sie uns in Wellen reizüberfluten und in die Tiefe ziehen nur damit wir noch einmal aus dem Eis ausbrechen können. Wir werden von der Welt gebrütet und brechen aus der Schale unserer Unschuld heraus, lasst uns die Erde erleben wie es ihr wahrlich gebührt. Lasst uns noch einmal naiv sein wie ein Kind, nur noch einmal berauschen lassen. Doch was rede ich, wir sind längst nicht mehr diejenigen die wir einstig waren. Wir werden sie nie mehr werden und ändern werden wir es nicht können. Wir sind schon lange erkaltetes Gestein aus den Weiten des Alls, durchgebrochen um die Wolkendecke aufzubrechen, aufgeklart und doch wieder verhangen. Die Sterne verborgen hinter den dunklen Regenwolken. Stürme fegen Schutt über die Straßen und reißen das Leben von ihrer Oberfläche, als würde sie eine Krankheit bekämpfen. Der Schnee den wir von ihren Bergen nahmen ist geschmolzen, Asche ist das letzte was wir hier zu unseren Füßen finden. Wir wandeln als Besucher auf dieser bekannten Ebene des Seins, trist wirken ihre Wunder und Zauber. Magie die uns eins wärme wabert nur noch in der Ecke der Vergessenheit. Der Regen spült keine Sünden oder Missetaten von uns, er spült den Schlamm zu unseren Füßen. Was vergangen einstig so schön und wunderbar wirkte ist nun vergangen. Ihr Licht verblasst in der Kälte unserer einzigartigen und doch so ersetzbaren Leben. Doch leben wir nicht in der Vergangenheit, ihr Glanz bleibt ein Erbstück der Ewigkeit, wir leben im Hier und im Jetzt. Wir finden neue Wunder, neue Zauber und eine andere Magie die uns wärmen wird. Wir dürfen nur niemals aufhören nach ihr zu suchen.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

- 597 - Flüsterwind (Tanka)

Leises Geflüster,
Wolkenwerk am Himmelzelt.
Flüsterwind ihr Sein.

Ihr verhangenes Wesen,
Die Stimme im Wirbelwind.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

- 596 - Tanka zur Weihnachtszeit

Rotes Kerzenlicht,
Erhellt das dunkle Zimmer.
Und wir? Wir träumen.

Schneeflocken tanzen im Wind,
Als wären sie, lebendig.

- 595 - Von stillen Nächten und Mistelzweigen

Stille Nacht, das Licht geht aus,
Komm gehen wir einfach hinaus.
Wo wir Schneeengel in den Boden treiben,
Bis wir Zeit mit der Familie verweilen.

Sitzen vor dem Christbaum und singen Lieder,
Jedes Jahr immer wieder.
Ein Ohrenschmaus für die Lieben,
Denen wir die Liebe geben.

Bei Kerzenschein und gemütlicher Sitte,
Sitzen wir, dort in der Mitte.
Schauen unseren Lieben vertraut in ihr heimisches Glück,
Denn eben wir, ja wir sind davon ein Stück.

Unter dem Mistelzweig wird es Küsse geben,
Darauf gleich die Gläser heben.
Denn mit den Lieben das Weihnachtsfest verbringen,
Summen und wieder diese Lieder singen.

Das ist das Glück, dem wir jedes Jahr aufs Neue freudig entgegenblicken,
Wo wir unseren Lieben schöne Karten schicken.
Ihnen Geschenke machen und ihnen Lächeln bringen,
Jedes Jahr die Lieder singen.

Denn Tradition und Besinnlichkeit,
Führt uns zu dieser warmen Zweisamkeit.
Die Familie, die Freunde und ja eben diese Lieben,
Sind uns ein Teil von dem Glück geblieben.

Drum feiern wir wie jedes Jahr,
Mit diesen Menschen gar wunderbar.
Das Weihnachtsfest in ihren stillen Stunden,
So lasst das Essen köstlich munden.

Singen die Lieder wie jedes Jahr,
Und unter dem Mistelzweig ganz klar.
Gibt es Küsse derer die einander so stark vertrauen,
Bis wir zusammen dem Licht der Kerzen entgegen schauen.

Ja das ist der Sinn zu diesem sinnlichen Fest,
Schmücken wir das ganze Nest.
Damit die Kinder und die Alten sich freuen,
Und wir wie jedes Jahr, keinen Moment bereuen.

[ Ich wünsche euch allen ein frohes Fest und hoffe ihr könnt die Zeit mit euren Lieben genießen, mir ist es dieses Jahr leider nicht so gegönnt wie ich wollte. Traditionen wurden gebrochen, die Familie war nicht so vereint wie sie sollte und mein geliebter Großvater ist ins Krankenhaus gekommen. Es ist eine der schönsten Zeiten im Jahr und ich hoffe ihr konntet es gänzlich genießen ]

Dienstag, 25. Dezember 2012

- 594 - Ich verschenke mich

Als der Schnee vom Himmel fiel,
Da wurde mir so klar.
Ich wollte nie was anderes,
Ich wünscht du wärst mir so nah.

Deine Nähe wäre so schön,
Anders darf es gar nicht sein.
Ich gebe dir mein ganzes Ich,
Ganz alleine bin ich dein.

Es ist das Fest der Liebe,
Es ist die Weihnachtszeit.
Ich verschenke mich an dich,
Zu dieser Besinnlichkeit.

Kann es nicht anders sein,
Wohin mein Blick auch fällt.
Der Schnee der hoch vom Himmel rieselt,
Erleuchtet in Weiß unsere Welt.

Lass mich bitte deine Nähe spüren,
Wo die Kälte von draußen schreit.
Ich bin allein für dich geschaffen,
Ich verschenk mich zur Weihnachtszeit.

Niemanden mehr anders würde ich mich vergeben,
Denn du hast es geschafft mein Herz zu erlangen.
Ich blicke in die Ferne,
Um dein Lächeln noch einmal zu fangen.

Ich binde mir eine Schleife um,
Setz mich unter dem Baum und warte dort.
Denn ich bin dein Geschenk,
Ich gehe auch nicht fort.

Denn du hast mein Herz erobert,
Ich hab mich verliebt und fast schon vergessen.
Einen Teil von mir hast du bereits gestohlen,
Mein Herz längst schon besessen.

Und ich wüsste von keinen anderen Menschen,
Bei dem es besser aufgehoben wäre.
Außer bei dir, außer bei dir.

Deshalb verschenk ich mich selbst.

Sonntag, 23. Dezember 2012

- 593 - Im Kiefernwald

Verschneite Landschaft, zeitlos, weit verborgen,
Dort schwindet Leid, Zweifel und meine Sorgen.
In einem fernen Land, weit ab von allen Dingen,
Dort mag nur der Schnee unter meinen Füßen erklingen.


Stapfe ich meinen Weg durch hohe Weiten,
Vergehen an mir jegliche Zeiten.
Denn zeitlos hält es mich gefangen,
Dort stillt es bald schon mein Verlangen.


Im Kiefernwald fern aller Dinge,
Wohin ich meine Hoffnung bringe.
Dort pflanze ich sie an der einzigen Stelle,
Dort mitten im Eis, der einzigen Quelle.


Wo meine Hoffnung und ihr Samen Blüten tragen,
Still und stumm, nichts mehr zu sagen.
Wandere ich den Pfad dem Schnee entgegen,
Will mich bald schon schlafen legen.


In die Umarmung der Kälte begeben,
Denn dort im Kiefernwald, beginnt mein wahres Leben.
Wo der Geruch von Tannen in der Nase liegt,
Wo die Flocke bald schon um mich fliegt.


Wo Schnee liegt wo einstig grün in voller Blüte Stand,
In diesem weit entfernten Land.
Brauche ich nur meine Augen zu schließen um mich dorthin zu begeben,
Träume und Hoffnung können wir weben.


Wenn wir nur fest an diesen Zauber denken,
Ihm ein bisschen Glauben schenken.
Dort lässt sich ein Wunder vollbringen wie nie zuvor,
Und ich lausche nun mit jedem Ohr.


Dem Flüstern des Waldes und meinen Schritten,
Und dort stehen wir, in jenen Mitten.
Mitten drin vom Schnee umschlossen,
Kiefernwald in Eis ergossen.


Dort wandere ich und lausche hin,
Denn ja ich wandel mitten drin.
Im Zauber der vom Wind getragen,
Seine Magie entdecken ohne zu fragen.


Denn ich höre hin und vernehme wispernde Worte,
Sie sind so nah, von diesem Orte.
Dem Kiefernwald den wir durschreiten,
Völlig unberührt von den restlichen Jahreszeiten.


Hier schreiben wir Märchen und Fabeln,
Egal wie oft sich Wege gabeln.
Uns führt der Pfad in den Kiefernwald,
Dort wo leise eine Stimme schallt.


Schließe deine Augen und folge den leisen Worten,
Sie führen dich durch hohe Pforten.
Hohen Schnee und einer Welt von Träumen,
Im Land voll von weißen Bäumen.


Folge dem Ruf und schreite ein,
Bald schon wirst du ein Teil dessen sein.
Folge, solange diese Stimme schallt,
Bald schon bist du im Kiefernwald.

Freitag, 21. Dezember 2012

- 592 - Gedanken bei dir


Schatten Nächte,
Dieselben Nächte,
Immer dasselbe,
Gedanken bei dir.

Schlaflose Nächte,
Kalte Nächte.
Immer dasselbe,
Gedanken bei dir.


Einsame Nächte,
Sehnsüchtige Nächte.
Immer dasselbe,
Gedanken bei dir.


Traurige Nächte,
Leidvolle Nächte.
Immer dasselbe,
Gedanken bei dir.


Verliebte Nächte,
Träumerische Nächte.
Immer dasselbe,
Gedanken bei dir.


Herzliche Nächte,
Schmerzende Nächte.
Immer dasselbe,
Gedanken bei dir.


Fiebrige Nächte,
Kranke Nächte.
Immer dasselbe,
Gedanken bei dir.


Fehlende Nächte,
Fehlendes Ich.
Immer dasselbe,
Ich ohne dich.


Fehlende Tage,
Fehlendes Wir.
Immer dasselbe,
Gedanken bei dir.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

- 591 - Von Ranken und Pfaden

Wandelnde Ranken, die das Leben halten,
Als wären sie die Fäden die uns verbinden.
Sie spinnen eine Geschichte,
Der wir nicht entrinnen können.


Wohin gehören wir,
Wenn wir nicht hierher gehören.
Können wir nur träumen,
Wovon sonst keiner zu träumen wagt.


Ich halte fest an den Ranken die sich um mich wickeln,
Hören wir der Stimme des Windes zu.
Wispern ihre Worte nach,
Singen ihre Lieder und summen die Melodie.


Wir schweigen nie mehr,
Denn haben wir viel zu lange geschwiegen.
Lass uns versinken in den Gewässern einer entzweiten Welt,
Lass uns ihre Ranken heilen, lass uns die Welt retten.


Wir spielen auf den Feldern,
Laufen über die Wiesen.
Atmen die Luft ein,
Und atmen sie wieder aus.


Wandelnde Ranken sind die Wege,
Die Pfade die wir beschreiten.
Sie verbinden das was lebt und das was leben wird,
Wir sind Zeugen, Zeitzeugen ihrer Magie.


Lass dich von ihnen umgeben,
Lausche ihr Flüstern.
Wo ihr Wispern herrscht,
Dort herrscht das Leben.


Und ich versinke in der sanften Umarmung dieser Ranken,
Sie schlängeln sich um meinen Leib und führen mich erneut.
Wahrlich erneut an das Herz der Natur ran,
Wir lauschen dem Wind und seinem Gesang.


Lass uns nie mehr weichen,
Lass uns keinen weiteren Pfad beschreiten.
Die Ranken tanzen über den Boden,
Wir summen die Melodie, wir singen sie.


Und lass uns ein letztes Mal das Ohr auf den Boden legen,
Nichts sagen, nur hören und fühlen.
Wie der Herzschlag einer ganzen Welt,
Pulsierend zu unseren Körpern dringt.


Wir heben die Arme und lassen uns auf den Boden nieder,
Legen uns einfach zu den Ranken und lassen uns umwickeln.
Eine letzte Umarmung noch, noch einmal lauschen wir dem Wind und seiner Melodie,
Bis uns die Ranken zu unserer Mutter holen.