Sonntag, 7. Oktober 2012

- 477 - Vollkommenheit

Und der erste Schnee, er fiel vom Himmel,
Hüllte die schöne Landschaft in ein Kleid.
Ich wollte keinen Schritt wagen,
Um dieser Vollkommenheit zu schaden.


Ich war gerührt von dem Anblick der dort vor mir lag,
Doch betrübte mein Herz meine Sinne.
In all dieser Vollkommenheit die sich vor mir bot,
Fehlte etwas um zu vollenden was ich sah.


Ich wollte nicht gehen, doch Schritt ich voran,
Meine Spuren im Schnee.
Die der Wind langsam davon trug,
Eine Erinnerung die mir blieb.


Und der erste so unberührte Schnee,
In seine Vollkommenheit die sich vor mir bot.
Nun beschmutzt von meinen Spuren für eine kurze Zeit,
Doch keine Zeit die mir blieb um den Moment zu kosten.


Ob er wohl nach Honig schmecken würde,
Wenn ich ihn nur kosten könnt.
Doch hab ich keine Zeit um dort zu stehen,
In dieser Vollkommenheit.


Eine Vollkommenheit so unvollkommen,
Mein Herz welches mich so sehr betrübt.
Der weiße Schnee mit den Spuren,
Die langsam durch den Wind vergehen.


Doch warum betrübt mich mein Herz in meiner Brust,
Wovor hab ich so eine große Angst.
Welches Risiko wird sich mir zeigen,
Bliebe ich für diesen Moment stehen.


Würde mich der Wind davon wehen,
Als bestünde ich selbst aus Pulverschnee.
Um am Ende zu wissen was der Vollkommenheit fehlte?
Meine vollkommene Aufmerksamkeit,


Für diesen ach so vollkommenen Moment.

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