Donnerstag, 6. Dezember 2012

- 573 - Klagende Lieder

Wir vergraben die Versprechen,
Begruben ihren Wert.
Wir wollten sie niemals brechen,
Doch dabei waren sie verkehrt.


Wir sehnten uns nach Gemeinsamkeiten,
Träumten von Sternen und dem Schnee.
Doch geschah es in den schweren Zeiten,
Das Eis knirschte, wir stürzten in den gefrorenen See.


Die Kälte griff nach uns als wären wir ein kleiner Stein,
Tiefer und immer tiefer in das Nichts hinunter.
Und so endete das Sein,
Wir gingen einfach unter.


Wir ertrinken und die kalten Gewässer füllen Lungen,
Langsam brennt es uns von Innen aus.
Doch hat niemand über uns klagende Lieder gesungen,
Ja, aus dem Verstand strich man uns einfach raus.


Vergessen denn es liegt so lange hinten,
Die Erinnerungen sind uns fern.
Ja so endlos weit entfernt das sie verschwinden,
Langsam erlöschen wie ein jeder Stern.


Ich vergrabe mich im weißen Schnee, der wie eine Decke auf mir liegt,
Ich versuche ein paar Worte aufzufangen.
Doch ist es ein Gewicht was überwiegt,
Und in mir gewinnt es immer mehr an Verlangen.


Grabt mich aus, befreit mich und meinen Sünden,
Mein Leben, mein Körper und meine zitternden Glieder.
Sind es die davon verkünden,
Von den niemals gesungenen, klangenden Liedern.


Ich summe die Melodie und niemand scheint sie zu hören,
Denn vermissen wird mich keiner.
Ich würde gerne zu euch gehören,
Doch ich gehörte nie zu euch.

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