Donnerstag, 28. Februar 2013

- 675 - Das herzlose Monster

Ich bin das herzlose Monster welches auf der weiten Ebene wandert, ich bin der dunkle Gedanke der uns nicht verlässt. Manchmal gibt es keinen Grund für irgendwelche Traurigkeiten und doch sind sie existent. Nur ein Wort würde ausreichen um diesen Zustand zu beschreiben, doch würden wir einfach nur unter ihrer Bedeutung zusammenbrechen. Zittrige Hände halten das Gefäß dieser Welt, alles Leben steht auf wankenden Säulen und ich schaue mir diesen Moment einprägsam an. Ich beobachte es aus den stillen Schatten. Würde ich mit meinen zerbrechlichen Armen aus gesplitterten Knochen nach ihnen greifen, sie versuchen zu halten, dann hätten sie vielleicht eine Chance auf ein weiterleben, doch wie nur wie? Wie könnte ich es riskieren, sind meine Arme denn nicht schon geschunden genug?

Ich bin das herzlose Monster in dieser Welt, sie sagen mir so endlos viel Liebe und Vertrautheit zu doch was soll dies schon sein? Ich bin nicht länger ein Teil dieser Welt, habe ich mich schon viel zu lange ausgegrenzt und beobachtet. Lieber blicke ich ihrem Ende als das Meinige entgegen. Nennt mich wie ihr wollt doch sagt mir nicht nach ich wäre liebend, vertrauenswürdig oder wertvoll.

Ich habe kein Herz und werde niemals eines bekommen. Denn ich bin nur ein herzloses Monster auf dieser trostlosen Ebene des Seins.

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