Freitag, 15. Februar 2013

- 658 - Dunkle Gewässer

Ich hatte Träume, Wünsche und auch Ziele,
Das Leben war nicht immer leicht, doch das war mir nie zu viel.
Ich wollte lachen, leben und einfach merken, wie schön die Welt doch ist,
War es denn jemals zu viel verlangt den Moment genießen zu wollen?


Mit all den Problemen die wir auf unsere Schultern laden,
Unser Leben mit jenen vergleichen die doch völlig anders sind.
Ist es denn da ein Wunder, wenn unsere Träume, Wünsche und Ziele,
In dunkle Gewässer fallen, versinken und nicht mehr hoch kommen?


Wenn wir ihnen doch selbst die Ketten mit den Gewichten angehängt haben,
Ihnen jede Chance auf das Leben verwehrt haben.
Weil wir selbst nie das Gefühl hatten so noch richtig leben zu können,
Wie könnten wir es dann ihnen gönnen?


Wann bemerken wir eigentlich, dass es uns doch nie an etwas fehlte,
Wir alles hatten, außer das was eben andere besaßen.
Und wir immer mehr und mehr wollten,
Außer das was wir bereits hatten.


Wir zerdrücken ihre Lungen und lassen die Luft raus,
Denn auch die hätten unsere Träume, Wünsche und Ziele nicht verdient.
Sie sollen nie wieder das Tageslicht erblicken und kein Lächeln soll sie zieren,
Schauen wir lieber hinauf zu den Sternen zu all den unerreichbaren Menschen.


Die eine völlig andere Luft als wir zu atmen scheinen,
Die einen völlig anderen Ausblick auf die Welt besitzen den wir nie erhaschen können.
Wir fühlen uns verloren und schauen in die dunklen Gewässer,
Unser Gewissen ist doch längst schon über Bord.


Und auch wir schwimmen schon so lange in den kalten Wassern jener Tage,
Wo die Dunkelheit unter uns lauert und auf ein versinken wartet.
Über uns ein Bild, welches uns einen wolkenlosen blauen Himmel zeigt,
Der langsam zu verschwimmen droht als wir sinken.


Doch manchmal, wenn wir uns selbst aufgegeben haben,
Uns von alleine über Bord warfen und uns unserem Schicksal überließen.
Werden vielleicht Träume, Wünsche und Ziele, wie Säulen aus den dunklen Gewässern steigen,
Und uns wieder an die Oberfläche drücken bis wir einen wolkenlosen Himmel betrachten können.


Und wieder wahrlich träumen können.

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