Sonntag, 31. März 2013

- 709 - Von Marienkäfern und kitzelnden Gräsern


Wenn ich einsam durch die Landschaft streife,
Der Wind mir um die Ohren weht.
Weiß ich nicht mehr woher ich komme,
Oder wohin mich meine Wege treiben.


Wo Blätter rascheln und Gräser kitzeln,
Meine Haut berühren und mich kühlen.
Dort möchte ich mich geborgen fühlen,
Diesen Ort möchte ich meine Heimat nennen.


Ein kleiner Marienkäfer summt durch die Luft,
Setzt sich gekonnt auf meine Nasenspitze.
Während ich ihn betrachte,
Und er mich einfach betrachtet.


Ich atme flach und kann mich nicht bewegen,
Gefesselt und gebannt.
An den Moment der sich an meine Brust so schmiegt,
Wie die verliebteste Frau auf dieser Welt.


Mit einem leisen Summen,
Fliegt der kleine Marienkäfer davon.
Ohne ihn an mich zu binden,
Ohne ihn an mich zu ziehen.


Weil er so zerbrechlich ist,
Weil er die Freiheit verdient.
Möchte ich ihm niemals schaden,
Und niemals aus der Welt entfernen.


Noch küssen und streicheln mich die kühlen Gräser,
In die ich mich so sanft zur Ruhe lege.
Wo mich Tautropfen wecken,
Wo sie meine Gedanken lindern.


Und wenn ich wahrlich einsam durch die Landschaft streife,
Dann begebe ich mich einfach an diesen Ort.
Wo Vögel zwitschern und Bienen summen,
Wo Marienkäfer meine Haut berühren.


Weil ich weiß,
Hier bin ich geborgen.

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