Samstag, 25. Mai 2013

- 779 - Die letzte Bastion

Hauch mir mit einem einzigen Kuss deiner roten Lippen das Leben aus,
Lass mich nie mehr sein wie ich vorher war, nie mehr Mensch und nur noch Tier.
Mögen mich keine Gedanken leiten,
Bis mich meine Instinkte dich verschlingen lassen.


Ich verleibe dich mir ein,
Und so verleibst du dich mir ein.
Wir werden uns schmecken bis das Fleisch von unseren Körpern fällt,
Heute zeigen wir unser wahres Gesicht, ein Kleid aus Knochen wird uns schmücken.


Blicke in meinen Brustkorb, den ich voller Leidenschaft für dich aufbreche,
Halte mein schlagendes Herz in deinen kalten Fingern.
Lass uns den roten Faden zwischen uns sichtbar machen,
Tränken wir die Welt in unserem gemischten Blut.

Denn wir werden es niemals gerinnen lassen,
Es kocht auf und wird zu einer heißen Mixtur.
Und hättest du noch Lippen so würde ich sie,
Von ihnen kosten wollen.


Wir leben heute nach eigenen Gesetzen,
In der nicht das Leben unsere Herzen schlagen lässt.
Die ewige Dunkelheit wird es antreiben,
Wir werden die letzte Bastion sein, die letzte Flamme zwischen all den Schatten.


Unsere Leidenschaft wird die lodernde Flamme,
Des Lagerfeuers unseres Seins sein.
Heute verbrennen wir gemeinsam,
Bis unsere Asche in alle Himmelsrichtungen verstreut wird.


Und die Welt wird uns einatmen,
Verschlingen und einverleiben.
Bis sie uns in den Himmel am roten Faden hängt,
Als wären wir dort leuchtende Sterne.


Einander bestimmt auf ewig zu lieben, zu beben und zu brennen,
Als wären wir die letzte Bastion.


Die diese Nacht erleuchtet.

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