Dienstag, 31. Juli 2012

- 401 - Staub

Es war auf einmal alles anders,
Als wäre dieser Ort gemacht aus Staub.
Jedes Korn sitzt an einem anderen Platz,
Fort geweht vom Wind.


Mit dem Wind kam die Veränderung,
Es fühlte sich einst so gut an.
Doch nun ist mir alles fremd,
So endlos fremd.


In meinen Händen hielt ich weder Schwert noch Schild,
Nichts hätte es aufhalten können.
Ich hielt stand, denn mein Leib ist aus Fleisch und Blut,
Doch die Welt aus Staub verging in einem Sturm, einem Sturm wie nie zuvor.


Ich zerbrach unter dem Gewicht einer geschundenen Welt,
Wollte ich das erhalten, was nicht zu erhalten galt.
Meine brüchige Welt aus Staub,
Eine Welt wie aus Glas.


Und ein Sturm ohne Gnade kam,
Er wehte alles hinfort was mir bekannt.
Ohne zu retten, was gerettet werden konnte,
Was es wert war zu bestehen.


Nichts erhielt sich, was aus Staub gebaut,
Und der Wind der Veränderung kam über uns.
Hätte ich mich an ihr binden sollen?
Oder tat ich dies nicht schon lang.


Denn langsam schwinden meine Glieder,
Zersetzt sich jeder Zentimeter meines Körpers.
Und wird fortgetragen an einen völlig anderen Ort,
Einem fremden, anders als er jetzt schon ist.


Werde auch ich mich verändern durch diesen Wind,
Werde ich wo anders neu erschaffen.
Vom Winde verweht ist mein ganzer Leib,
Wie Sand der durch den Wind fort weht.


Eine neue Welt steht mir bevor,
Eine neues Ich, der fremden Welt.
Und ein Neuanfang ist nicht zu übergehen,
Wenn wir, wie Staub vom Wind verwehen.

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