Donnerstag, 14. Juni 2012

- 362 - Alltag

All die Tage die ich denselben Weg auf und ab ging,
Ja ich ging ihn immer, denn es war mein Alltag.
Vom Alltag getrieben, bis zu Zeiten die mir blieben,
Um mich in der Zeit zu verlieren, die ich noch hatte.

Erschreckend war der Alltag,
Denn die Tage, ja all die Tage erschraken.
Was war und noch zu sein schien,
Und dann erschien mir etwas völlig Fremdes.

Ich vergesse die Zeit an sich, denn in der Vergessenheit geraten wir,
In das Vergangene was so vergessen war, was so schien und doch nicht war.
Mein Alltag, den ich an jedem Tag lebte,
Bebte unter der Veränderung, die zu leben schien.

Ich sah zu den Feldern die jeden Tag wuchsen,
Ihr Alltag, ihr alltäglicher Wandel und ihr alltäglicher Wachstum.
Und mit einem Mal, waren alle anderen Male so fremd und verschieden,
Dass ich den Unterschied sofort merkte, und ich bemerkte.

Das dort dieser eine Vogel auf einem Baumstamm saß,
Er besaß, nein er besitzt sogar die Fähigkeit.
Fähig zu sein, wovon wir nur zu träumen wagten,
Und er wagte das zu Leben, wovon er nur zu träumen schien.

Und mit einem Mal, war der Alltag, das alltäglich in allen Tagen, so anders.
Er überblickte das Feld mit seinen Augen, er saß obwohl er es besaß.
Die Fähigkeit mit seinen Flügeln über unseren Köpfen zu fliegen,
Und mit der Zeit verflog der Alltag, der mich an allen Tagen überkam.

Es schien mir wie ein Traum, denn davon träumte dieser Vogel wohl,
Wohl war mir dabei, denn ich träumte von einem Vogel.
Doch war es ein Tag, ich war nicht am Schlafen, ich erwachte,
Ich wurde wach aus dem Alltag.

Ein Vogel der die Macht besaß, ja die Fähigkeit besitzt,
Über das Feld zu fliegen und es ganz anders zu betrachten.
Und so betrachte ich ihn wie er da sitzt, ja ich den Vogel der dort sitzt,
Um zu merken dass er es könnte und doch nicht tut.

Um einen ruhigen Moment, ja einen alltäglichen Moment zu erhaschen,
Ihn einzufangen, ohne ihn überhaupt jagen zu müssen.
Und es jagte mir einen Schrecken ein,
Denn mit dem Alltag, kam auch die Gewohnheit.

Es wurde uns sogar zur Gewohnheit, es war uns ja gänzlich gewohnt,
Diesen ruhigen Moment mit unseren ruhigen Augen zu erhaschen.
Aus einem ruhigen und doch so unruhigen Leben,
Ja zeigte mir der Vogel auf dem Baumstamm, das Leben selbst.

Ich setzte mich dahin, und an all den Tagen die hinter mir lagen,
Begriff ich das ich einen neuen Alltag riskierte.
Und neben mir, an jedem dieser Tage,
Saß ein Vogel um mit mir das Feld zu betrachten, obwohl...

Er die Fähigkeit besaß, zu fliegen.

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