Montag, 4. Juni 2012

- 335 - Wenn sich Flüsse spalten

Wer hätt's gedacht in all den Jahren,
Könnt ich mich so verhalten.
Würd ich mich je so interessieren,
Und doch wollt es passieren.

Konnte ich mich nicht dagegen wehren,
Wenn ich's könnt täte ich es nicht.
Denn ich fließe meiner Zukunft entgegen,
Und lass mich einfach treiben.

Woher kommt dieses Gefühl,
Wann schlich es sich bei mir ein.
Warum konnte ich es nicht beschreiben,
Und jetzt auf einmal doch?

Wohin wird der Fluss uns führen,
Wenn er sich zu spalten scheint.
Wird er wieder ineinander munden,
Oder treibt er uns auseinander?

Und weiter treibt er uns in die Ferne,
Unter demselben Himmel.
Zu derselben Stunde,
Und doch, gespalten.

Wer hätt's gedacht, in all den Jahren,
In all der Zeit und all den Stunden.
Ich könnte mich so verhalten,
Als wäre ich ganz frisch auf dieser Welt.

So unerfahren, noch grün hinter meinen Ohren,
Und doch lasse ich mich fließen.
So floss ich in Richtung Leben,
Und meine Gedanken flossen hinfort.

Nur mit geschlossenen Augen haben wir die Kraft,
Zu hören was uns das Leben sagt.
Die Kraft um auf unser Herz zu hören,
Und so schlug mein Herz,

Dem Fluss entgegen.

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