Montag, 27. August 2012

- 425 - Geliebte Wärme

Es war eine kalte Winternacht der Schnee flog und stürmte über die Ebene hinweg,
Die Dächer weiß, voll mit dem Gut des Winters.
Ich blickte hoch von den Türmen nieder, auf die Stadt und ihre Bewohner,
Eingeschlossen in dieser Winternacht, kein Entkommen mehr zu vollbringen.


Ich stieg die Treppen hinunter ins Innere, wo auf mich wartete die geliebte Wärme,
Wärme des Feuers die in mitten des Kamins brannten.
Ich lauschte dem krachen und knistern der Scheitel,
Ich blickte ins Feuer und verlor mich selbst, um mich herum, die vertraute Wärme.


Ein Fenster riss auf, der kalte Schnee flog ins Innere,
Doch für einen kurzen Moment, einem Moment der so Vergänglich war.
Wandelte sich die kristallisierte Flocke in einen Tropfen,
Einem Tropfen der sich vermehrte und eine Sturmflut überkam mich.


All die Wärme wurde aus meinen Gliedern gezogen,
Die Kälte schnitt mir in mein Fleisch.
Von oben krachte und polterte es,
Um danach im Dunkeln zu erwachen.


Die Kälte griff nach mir, und sein eisiger Hauch war alles was mir blieb,
Die vertraute ja so geliebte Wärme kehrte nicht mehr zurück.
Verlor ich sie durch meine Tat, ihr so nah gekommen zu sein,
Doch viel mehr als das tat mir weh, mein Herz was langsam zu Eis gefror.


Die Erinnerungen an vergangene Tage,
Der geliebten Wärme so nah zu sein und zu wissen dass es nicht das Feuer war was ich begehrte.
Die leisen Schritte jener die mir so nah am Herze lagen, die Schritte die mich überkamen,
Die Stimme die aus den heißen Lippen kam, jene nach denen ich mich verzehrte.


Doch begrub mich der Winter unter seinem weißen Gut,
Dem Schnee nicht mehr zu entkommen, begraben unter dem was mir so heilig war.
Wähnte ich mich in der Sicherheit der Tag möge nie vergehen an dem ich die Wärme spüre,
Und wie die Wärme verging so verging der Halt meiner Dachbalken.


In sich gestürzt die Erinnerungen und alles was ich fühlte,
Und mein Atem der immer schwächer wurde, schwächer und schwächer.
Langsam in weißen Schlieren meinem Mund verließ,
Bis mein Herz aufhörte zu schlagen und ich komplett,


Zu Eis erstarr.

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