Donnerstag, 2. August 2012

- 410 - Wolken im Wind

Wie Wolken im Wind zieht das Leben an mir vorbei,
Kann mich kaum an das erinnern was geschah, kaum mehr entsinnen was war.
Und doch blicke ich jeden Tag zur selben Stelle,
Hoch hinauf zum Himmelszelt und erblicke etwas völlig neues


Wolken im Wind.

Mein Herz gefriert und brennt zur gleichen Zeit,
Gespannt zu sehen was dort geschieht.
Entfesselt es einen Sturm in meiner Seele,
In meinem Heiligtum der Gedanken.


Wie Wolken im Wind leben wir das Leben,
Halten nicht inne um den Moment zu genießen.
Immer weiter und weiter müssen wir gehen,
Bis wir den Weg zurück ins Heim nicht mehr finden.


Wie Wolken im Wind.

Haben unseren Ausgangspunkt längst vergessen,
Unsere Heimat ein blasses Bild.
In meiner Erinnerung steht nichts mehr still,
Langsam verblassend entrinnt es mir wie feiner Sand.


Und uns gelingt nicht einmal der Versuch,
Denn zu starten haben wir es nie gewagt.
Verwehen Erinnerung in großen Teilen,
Brechen heraus und vergehen im Wind.


Als wären sie Wolken im Wind.

Sie formen sich neu und werden nie mehr dasselbe sein,
Genau wie wir, die das Leben nicht in vollen Zügen leben.
Kein Moment können wir dem Tag gewähren, 
Wenn Erinnerungen vergehen.


Doch werden sie niemals Teil dessen sein,
Was wir repräsentieren.
Wofür wir stehen, können nur wir entscheiden, 
Doch darf er uns nicht durch die Hände rieseln.


Wenn Wolken im Wind durch den Himmel ziehen,
Wohin sollen wir blicken.
Den Wolken nach die wir einstig sahen,
Oder den Neuen eine Begrüßung sein.


Es liegt an uns den Himmel zu gestalten,
Denn schließlich sind wir...


Nichts weiter als Wolken im Wind.

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