Samstag, 21. April 2012

- 274 - Verlierer


Wir durchbrechen die Zeit, uns wird es gelingen,
Wir schreien es raus, es wird bald erklingen.
Eine klangvolle Zeit in der wir Durchbrüche verzeichnen,
Wir geben uns Mühe, bis wir dieses erreichen.

Ich lebe ein lebloses Leben, denn mir fehlt der Atem und Sinn,
Ich schwimme im Mainstream, ich stecke noch drin.
Ich pflanz meinen Samen, um einfach anders zu sein,
Doch um diesen zu pflanzen, muss man dort rein.

Die Missgunst wird größer, das ist meine Gunst,
Ich bin einfach anders, ja das ist eine Kunst.
Kunstvolles leben, mit einem Atem und Sinn,
Ich gehe gerade mit erhobenem Kinn.

Ihr guckt auf mich nieder, doch haben wir dieselbe Größe,
Was ist euer Problem, sind dies eure Blöße?
Wo ist euer Verstand, oder habt ihr ihn verloren,
Ich hätte dafür Verständnis, wärt ihr damit niemals geboren.

Ich habe ein Lächeln auf meinem Gesicht, denn einen Sinn den find ich wieder,
Ich finde es so sinn frei, warum guckt ihr auf mich nieder.
So verschieden sind wir gar nicht, denn wir haben beide Beine,
Doch erkennt ihr das nicht, ihr hängt an der kurzen Leine.

Mit zugekniffenen Augen, damit sieht man wohl schlecht,
Öffnet sie, verdammt nochmal, dieses Leben ist echt.
Wir haben keine eintausend Jahre, um zu lernen was wir haben,
Ihr könnt es ja versuchen, doch alles andere begraben.

Wir leben nur dieses eine Leben, warum sollten wir uns dann nicht unterscheiden,
Wenn wir alles so ähnlich wären, dann könnten wir uns gar nicht leiden.
Verschieden zu sein, heißt nicht gleich seine Menschlichkeit zu verlieren,
Doch wer dies vergisst,

Verliert im Leben.

[Welchen Sinn hat es sich dauernd nur anzupassen? Wir haben nur dieses eine Leben, wollen wir später in den Büchern als ein Fluss von Menschen in Erinnerung bleiben oder wollen wir uns selbst kreieren und als eigenständige Personen stehen? Wir sollten uns selbst entdecken, wenn wir uns nur anpassen, werden wir nie erfahren wer wir wirklich sind.]

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