Samstag, 21. April 2012

- 272 - Wie in einem Käfig

Du singst den ganzen Tag,
Deine Lieder, voller Freude,
Du kannst dich nicht zügeln,
Empfindest keine Reue.

Du singst als könnte es das Letzte sein,
Was du noch einmal wagst.
Doch höre ich dein zwitschern,
Und ich weiß das du es magst.

Ich öffne alle Fenster,
Die Melodie dringt raus.
Die Leute bleiben stehen,
Und blicken zu dem Haus.

Aus dem Haus in dem wir wohnen,
In dem du einsam singst.
Ich höre draußen Leute reden,
Warum du so traurig klingst.

Man hat dir deine Freiheit genommen,
Dein Lied ist was dir bleibt.
Es sind die Träume die dich am Leben erhalten,
Es ist die Kraft die dich antreibt.

Dein Lied darf nie verstummen,
Was wäre sonst mit dir.
Ich höre deinen Gesang,
Deine Melodie lebt in mir.

Ich würde dich befreien,
Doch ich weiß nicht wie es geht.
Ich summe leise deine Melodie,
Die draußen keiner versteht.

Ich schließe alle Fenster,
Die Gardinen zieh ich zu.
Deine Träume werden dunkler,
Dein Lied findet keine ruh.

Du fühlst dich eingeschlossen,
Wie ein Vogel der im Käfig sitzt.
Ich könnte dich befreien, doch,
Bin ich es der dich besitzt.

Ich wollte dein Lied ewig hören,
Kannst es nicht mehr singen nur noch summen.
Ich werde es vermissen.
Denn du bist dabei zu verstummen.

[Wir sollten den schönen Dingen im Leben die Freiheit lassen, damit sie sich entfalten können, wenn wir gierig sind, dann könnte es vielleicht geschehen, das selbst der Gesang eines Vogels, in seinem Käfig erstickt und verstummt]

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