Montag, 2. April 2012

- 246 - Wie geschmolzener Schnee


Dein Atem geht schwer und du blickst um dich herum,
Leise fällt der Schnee, Tränen rollen so stumm,
Von deinem Gesichte nieder, auf unseren Boden.
Den wir gemeinsam einstig bewohnten.

Wisch dir deine Tränen weg, die Zeit ist noch nicht gekommen,
Der Schnee liegt und bleibt da jetzt, er wird dir nicht genommen.
Der Schnee reflektiert, deinen wünschen und träumen,
Dein Kopf steckt in den Wolken, hoch über den Bäumen.

Deine ganze Welt, ist unter einem weißen Tuch gehüllt,
Die Luft ist von Kälte, und Träumen gefüllt.
Von deinen, unseren und die von dem Schnee,
Du darfst noch nicht weinen, denn es ist doch alles okay.

Ich bin bei dir so wie der Schnee um uns liegt,
Du siehst, wie jede Flocken um uns fliegt.
Vom Winde von links nach rechts gerissen,
Der Schnee ist doch da, warum willst du mich vermissen.

Deine Nähe ist so warm, doch tut sie dem Schnee kein Leid,
Selbst du bist umhüllt, von einem weißen Kleid.
Wenn du dich durch die Kälte bewegst,
Wenn du meine Hand auf deine Brust legst.

Dann höre und fühle ich deines warmen Schlages,
Den deines Herzens, des Schnees und den des Tages.
Ich hatte keine andere Wahl, konnte deine Tränen nicht mehr unterdrücken,
Denn mit mir kamen auch andere Lücken.

Der Tag kam näher, der Schnee schmolz hin,
Dein Herz hörte auf, ich verlor meinen Sinn.
Der Tag kam näher, der Schnee kam nie wieder,
Doch fiel ich vom Himmel, wie der Schnee auf die Erde nieder.

Ich wurde eins mit ihr, wie der geschmolzene Schnee, der dich umhüllte.

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