Sonntag, 1. April 2012

- 245 - Was würde ich bereuen?


[Bevor ihr das Gedicht lesen solltet, macht erstmal das hier an :
http://www.youtube.com/watch?v=zvxD0uQ_thc&list=FLs4GlPwYSddjLkMOXxl08dw&index=4&feature=plpp_video ]

Ich lausche der Musik die die Streicher erzeugen,
Wenn ich jetzt sterben sollte, hätte ich nichts zu leugnen.
Ich stehe zu meinen Taten und zu meinem Leben,
Schließlich war es meines und nicht das eines anderen.

Kalter Nebel liegt auf dem Gras und dem Moos,
Nur noch einmal Liebe spüren, einen warmen mütterlichen Schoß.
Einen letzten Kuss, einen letzten Abschied,
Doch bin ich es und nicht jemand anderes.

Sie versammeln sich, um eine letzte Zeit zu verbringen,
Doch warum müssen sie so traurig klingen.
Wozu haben sie sich hier draußen an den Gräbern getroffen,
Es ist mein Leben, nicht das eines anderen.

Sie weinen, und schluchzten können sich kaum mehr halten,
Die Streicher spielen ihre Melodie, doch sind es Tränen die schallten.
Und auf dem Boden zu tropfen begannen wie der Regen,
Weinten sie um mich, nicht um einen anderen.

Stehen sie dort wo sie weinten, wo nun der Regen hält,
Für sie zerbrach eine ganze Welt,
Die Welt die ich für sie war,
Ich und kein anderer.

Es wäre gelogen zu sagen ich würde nichts in meinem Leben bereuen,
Eines, das sie sich nicht mehr freuen,
Mein Lächeln, meine Liebe mein Leben vermissen,
Mich, mich und sonst niemand anderes.

Setzen die Streicher zum letzten Stück an, der Regen scheint nie zu enden,
Ich steh doch hinter euch, ihr müsst euch nur wenden.
Ihr tut es und könnt mich sehen,
Ich sehe euch, doch niemand anderes sieht mich.

Die Streicher spielten, sie spielten wie sie es niemals taten,
Sie endeten als sie mich verscharrten.
Ich bereute nur eines, es wäre nicht mehr am Leben zu sein,
Bei euch, bei niemanden sonst.

Wenn ich jetzt sterben würde, würdet ihr mit mir sterben.
Und die Musik der Streicher, mit uns.

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